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22.01.2002

06:00 Uhr

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"Niedriger als die Nasdaq"

VonSusanne Wesch

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen - selbst wenn er "Nasdaq" heißt, die weltgrößte Technologiebörse ist und vor nicht allzu langer Zeit noch als beispielloser Erfolgsbringer galt. Statt spektakulärer Börsengänge und Kursralleys bestimmen heute Pleiten die Schlagzeilen. Wer sein Geld hier angelegt hat, vergisst am besten, dass er ein Portfolio hat.

An nichts anderes als sein angeschlagenes Aktienportfolio konnte aber wohl Adam Schefter, Sportreporter der "Denver Post", denken, als er über den schwach spielenden Quarterback des Football-Teams Denver Broncos schrieb: "His quarterback rating has nasdaqed." Soll heißen: Die Bewertung für sein Spiel ist im Keller. Wie die Kurse an der Nasdaq eben. Ein neues Schimpfwort war geboren: "Nasdaq" heißt "Verlierer".

Schefters Kollegen nehmen den Terminus begeistert auf: Da sind die Umfrageergebnisse eines Politikers "niedriger als die Nasdaq"; die Nominierungen für das Buch des Jahres "nasdaqen" - sie liegen um 20 Prozent unter dem Vorjahr. Wie gut, dass sich "Neuer Markt" einfach nicht als Verb eignet.

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