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23.01.2003

08:39 Uhr

Nikkei steigt auf Sechs-Wochen-Hoch

Technologie-Rally in Tokio

Angeführt von Kursgewinnen bei Technologietiteln hat der technologielastige Nikkei-Index in Tokio am Donnerstag gut zwei Prozent zugelegt und damit auf den höchsten Stand seit sechs Wochen geschlossen. Analysten begründeten dies mit besseren Erwartungen in Bezug auf die Investitionstätigkeit der Chipausrüster-Branche.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index stieg 2,09 % oder 179,88 Punkte auf 8790,92 zähler. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 11,37 Punkte oder 1,33 % auf 865,43 Punkte.

Die Aktien von Tokyo Electron, Japan's führendem Ausrüster für Chipfabriken, profitierten Analysten zufolge von den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der US-Unternehmen Texas Instruments und Qualcomm. Zudem hatte die Investmentbank Nikko Salomon Smith Barney am Donnerstag die Heraufstufung von Chipausrüster-Firmen aus den USA und Japan bekannt gegeben.

Fondsmanager äusserten sich aber etwas vorsichtiger. "Wir haben einige ermutigende Zeichen erhalten aus den USA. Aber ich denke, wir haben noch keine wirkliche Erholung im Sektor der Chipausrüster", sagte Yoshihisa Okamotovon Fuji Investment Management.

Nach Börsenschluss teilte Tokyo Electron mit, die Nettoaufträge seien von Oktober bis Dezember gegenüber dem Vorquartal um 25,6 % gesunken, was den Erwartungen der Experten entspreche. Für das Quartal Januar bis März 2003 sieht das Unternehmen Aufträge von 70 bis 80 Mrd. Yen, was ungefähr dem Stand des Vorquartals entsprechen würde oder leicht darüber läge.

Die am stärksten gehandelten Hitachi kletterten fast 8 %. Hitachi hatten im Vorjahr zusammen mit andern Elektronik-Konglomeraten stark gelitten und sich dann erholt, als es hiess, US-Institutionelle hätten solche Aktien gekauft und seien zu grösseren Aktionären geworden. So bestätigte der US-Vermögensverwalter Brandes, er halte 5,12 % an Hitachi.

Zudem seien in Technologiewerten im Vorjahr aufgebaute Baissepositionen gedeckt worden.

Die Banken konnten anfängliche Verluste ausgleichen und fester schliessen. Die Ängste vor einer Bankenkrise hätten sich zwar etwas gelegt. Aber Markttbeobachter rechneten damit, dass die Bemühungen der Banken beim Abbau der Problemkredite den Markt noch etwas belasten könnten. Allein Japans vier Grossbanken wollen sich von faulen Kredite von über 2,55 Billiarden Yen befreien. UFJ Holdings und Mizuho Holdings legten rund 2 % zu.

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