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19.06.2000

17:30 Uhr

Noch immer Verhandlungen über finanzielle Modalitäten der Transaktion

Seagram, Vivendi und Canal Plus kurz vor Fusion

Vivendi will mit der Übernahme von Seagram zum international agierenden Medien- und Telekommunikationsgiganten avancieren.

ap PARIS. Die Fusion zwischen dem französischen Mischkonzern Vivendi und der kanadischen Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram soll offenbar am Dienstag bekanntgegeben werden. Vivendi, dessen Verwaltungsrat am Montag über das Projekt gesprochen hatte, lud für diesen Tag zu einer Pressekonferenz ein, auf der weitere Einzelheiten mitgeteilt werden sollten. Vivendi-Chef Jean-Marie Messier hatte bereits in der vergangenen Woche eine Entscheidung über den 30 Milliarden-Dollar-Deal (rund 61 Mrd. DM) für die nächsten Tage angekündigt.

Bei dem Geschäft geht es um den Zusammenschluss zwischen Vivendi, deren Tochter Canal Plus und Seagram zu einem einzigen Konzern, dessen künftiger Einnahmen auf 65 Mrd. Dollar pro Jahr geschätzt werden. Vivendi will damit dem US-Medienriesen AOL-Time Konkurrenz machen.

Seagram gehören die Filmgesellschaft Universal Studios sowie der weltgrößte Musikverlag, der ebenfalls Universal heißt und Stars wie Luciano Pavarotti oder Björk unter Vertrag hat. Seine Getränke-Aktivitäten will das Unternehmen im Falle einer Fusion verkaufen; die erwarteten Einnahmen in Höhe von neun Mrd. Dollar decken Messier zufolge bei weitem die Schulden Seagrams in Höhe von sechs Mrd. Dollar. Das kanadische Unternehmen hatte bereits Marken wie Mumm oder Tropicana abgestoßen, um Geld für den Ausbau zum Unterhaltungskonzern zusammenzukriegen.

Mehr dazu im "Wall Street Journal Europe" (org. Artikel)

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