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30.01.2003

15:00 Uhr

Noch kein Vertrag

Kaluzny soll in Leverkusen Nowotny ersetzen

Ein polnischer Fußball-Profi soll dem Fußball- Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen aus der Krise helfen. Radoslaw Kaluzny vom Liga-Konkurrenten FC Energie Cottbus stand am Donnerstag unmittelbar vor einer Verpflichtung bei der Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller.

HB/dpa LEVERKUSEN. Der 28-Jährige ist als Ersatz für Kapitän Jens Nowotny vorgesehen, der am vergangenen Sonntag beim 0:3 gegen Cottbus den zweiten Kreuzbandriss innerhalb von neun Monaten erlitt und bis Saisonende ausfällt.

Kaluzny, der seit 2001 in Cottbus war und bei den Lausitzern noch einen Vertrag bis 2004 hat, absolvierte am Donnerstag bereits den Medizin-Check bei seinem möglichen neuen Arbeitgeber. Ein Vertrag ist noch nicht unterschrieben, obwohl der Wechsel in Cottbus bereits als vollzogen galt. Energie-Trainer Eduard Geyer sagte, dass es sich der Tabellen-Letzte auf keinen Fall erlauben könne, noch Spieler abzugeben. "Aber was soll man machen, wenn das Geld fehlt?" Im Gespräch ist eine nicht bestätigte Ablösesumme von zwei Mill. ?, mit der Cottbus seine Etat-Lücke schließen könnte.

Kaluzny gilt als defensiver Universalspieler. Der 1,92 m große und 83 kg schwere Pole bestritt für Energie in dieser Saison 15 Erstliga- Partien und erzielte dabei zwei Tore. Für den Fall, dass die Verpflichtung nicht zu Stande kommt, hat Bayer zwei weitere Kandidaten in der Hinterhand. Nach der neuerlichen Nowotny-Verletzung glühten laut Manager Reiner Calmund seit Montagabend in Europa und Südamerika die Drähte. Die Zeit drängt, weil die Transferliste an diesem Freitag um Mitternacht geschlossen wird.

Unabhängig von einer endgültigen Kaluzny-Verpflichtung appellierte Toppmöller vor der Richtung weisenden Partie am Sonntag beim deutschen Meister Borussia Dortmund an Kampfgeist und Einsatzwillen seiner Profis: "Wir fahren nicht nach Dortmund, um zu verlieren." Die Situation in Leverkusen sei zwar "nicht beneidenswert", doch schöpft der mehr und mehr unter Druck geratene Fußball-Lehrer neue Hoffnung: Bernd Schneider, Yildiray Bastürk und Boris Zivkovic kehren in den Kader zurück, und auch der angeschlagene Brasilianer Juan steht in Dortmund wahrscheinlich zur Verfügung.

Toppmöller bezeichnete die Partie im ausverkauften Westfalenstadion als für beide Seiten "besonders schwer, weil auch Dortmund unter Druck steht. Die werden auch mit dem Messer zwischen den Zähnen auflaufen."

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