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02.01.2004

08:47 Uhr

Norweger dominiert Vierschanzentournee

Für den Star eingesprungen

VonB. Voigt (Garmisch-Partenkirchen)

Der Norweger Sigurd Pettersen hat das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut.

Georg Späth bei der Siegerehrung in Garmisch Partenkirchen. Foto: dpa

Georg Späth bei der Siegerehrung in Garmisch Partenkirchen. Foto: dpa

HANDELSBLATT. An der Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen prallten am Neujahrstag zwei Musikkulturen aufeinander. Erst marschierte die "Blasmusik Partenkirchen" durch den Schnee, dann erschienen die so genannten Superstars aus der TV-Show "Deutschland sucht den Superstar" in der Arena. Einige jüngere der 35 000 Zuschauer kannten die Sangesstreiter sogar mit Namen und riefen "Lorenzo" oder "Aida". Die Namen der Blasmusiker rief keiner, dabei schafften diese es immerhin, ihren Instrumenten auch Töne zu entlocken. Die Superstars hingegen hatten dergleichen zu Hause gelassen und bewegten lediglich den Mund, als vom Band das Lied "We all believe in miracles" erklang. Mag sein, dass sie noch an Wunder glauben. Sven Hannawald tut das nach dem zweiten Springen bei der 52. Vierschanzentournee nicht mehr.

Nach seinem neunten Platz im Neujahrsspringen von Garmisch kann Sven Hannawald eine Spitzenplatzierung in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee bereits abschreiben. Es sind andere Namen, die in diesem Jahr den Ton angeben: Georg Späth und Michael Uhrmann. Späth überraschte gestern nach Sprüngen auf 120, 5 und 118,5 Metern mit einem dritten Platz und schob sich auch im Gesamtklassement auf Rang drei nach vorne. "Das ist keine Sensation", sagte Bundestrainer Wolfgang Steiert, "er hat eine unheimlich gute Form und hätte heute sogar siegen können." Einen Platz hinter dem besten Deutschen im Gesamtklassement liegt Michael Uhrmann, der auf Rang sieben landete. Absolute Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Tournee sind jedoch die beiden Erstplatzierten von Garmisch-Partenkirchen, Sigurd Pettersen und Martin Höllwarth.

Der Norweger Pettersen verzeichnete nach Sprüngen auf 123 und 120,5 Meter bereits seinen zweiten Erfolg bei dieser Tournee. Schon in Oberstdorf nach seinem ersten Sieg ist der stille 23-Jährige gefragt worden, ob es für ihn möglich ist, die vier Erfolge von Sven Hannawald aus dem Jahr 2002 zu wiederholen. Pettersen sagte: "Es ist möglich." Auch Steiert glaubt, dass der momentan beste Springer das schaffen könnte, "wenn die Wetterverhältnisse so bleiben".

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