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09.02.2002

21:09 Uhr

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Norwegerin gewinnt erstes Freestyle-Gold

VonInes Reichelt

Top-Favoritin Kari Traa hat am Samstag im olympischen Buckelpisten-Wettbewerb von Salt Lake City die Goldmedaille geholt. Deutsche Athletinnen waren nicht am Start.

dpa SALT LAKE CITY. Die Ski-Akrobatin aus Norwegen setzte sich im Finale in Deer Valley mit 25,94 Punkten vor der Amerikanerin Shannon Bahrke (25,06) und der Japanerin Tae Satoya (24,85) durch. Kari Traa, die mit fünf Saisonsiegen dominierende Freestylerin dieses Weltcup- Winters, krönte ihre Karriere mit dem zweiten olympischen Edelmetall nach der Bronzemedaille von 1998.

Die 28-jährige Norwegerin und Tae Satoya "tauschten" damit praktisch die Olympia-Plätze. Die Japanerin hatte in Nagano Gold gewonnen. Diesmal jedoch bot Kari Traa auf dem steilen "Champion"- Kurs, der mit 261 Metern Länge und zwei Sprungprüfungen enorm anspruchsvollen Piste, die überzeugendste Vorstellung. Vor allem die Höhe ihrer Sprünge beeindruckte die Preisrichter. 13 600 Zuschauer bejubelten die Ski-Artisten. Der Wettbewerb war seit langem ausverkauft gewesen.

Vier Jahre nach dem Silber-Gewinn von Tatjana Mittermayer fand nicht nur der Buckelpisten-Wettbewerb ohne deutsche Beteiligung statt. In keiner der insgesamt vier Olympia-Entscheidungen der Freestyle-Spezialisten in Salt Lake City sind Vertreter des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Start, da im Weltcup niemandem die Qualifikation für die Spiele gelungen war. Auch Tatjana Mittermayer, die nach etlichen Verletzungen und auf Grund der Doppelbelastung aus Mutter-Rolle und Leistungssportlerin nicht genug hatte trainieren können, verpasste das Olympia-Ticket. Danach beendete die 37-Jährige vom SC Rosenheim ihre Karriere. Die Absenz der Deutschen in Salt Lake City nannte sie eine "Katastrophe für unseren Sport".

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