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06.06.2000

15:49 Uhr

vwd FRANKFURT. Auf den neuen Aktienhandel nach der Xetra-Auktion um 17.30 Uhr entfallen bei den Dax-Werten bisher nur etwa acht Prozent des Tagesumsatzes. Das haben Marktteilnehmer beobachtet und statistisch festgehalten. Der Handel nach der Xetra-Auktion, also nach 17.33 Uhr, hat aber einen zeitlichen Anteil von 23 % an der gesamten Handelszeit. Negativ sei auch, dass 25 % des Abendumsatzes allein auf die Schlussauktion entfielen, so ein Händler zu vwd. Der Umsatzschub zur Schlussauktion sei aber nicht dem Abendhandel zuzuschlagen. Denn hier gebe es viele spezifische Aufträge extra für die Schlussauktion. Da zu dieser auch viele Derivate abgerechnet und sogenannte Baskets gehandelt werden, würden Institutionelle zum Bleiben bis zur Schlussauktion gezwungen. Bereinigt um die Schlussauktion bleibe also für den Abendhandel nur ein Anteil von etwa sechs Prozent.

Im Handel werden deshalb Rufe nach einer modifizierten Verlängerung laut. Offizielle Schlussauktion, zum Beispiel für die Abrechnung von Derivaten, müsse wieder die Auktion um 17.30 Uhr sein, so Marktteilnehmer. Dann ließen sich Abwicklung und Buchung bis zum übernächsten Tag weiter garantieren. Der Abendhandel sollte dann zu einer Art Spätsegment werden mit einer garantierten Buchung drei Tage später. Die Börse könnte dann auf neue Anforderungen flexibel reagieren. Denn eine Verlängerung bis 22 Uhr werde dann zur, so ein Händler, "Formsache", auch eine weitere Verlängerung oder ein Nachthandel sei möglich, wenn zum Beispiel Wall Street die Handelszeit ebenfalls ausdehnen sollte.

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