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05.01.2001

18:38 Uhr

dpa SANTIAGO DE CHILE. Das Oberste Gericht Chiles hat am Freitag dem Untersuchungsrichter Juan Guzman im Verfahren gegen Ex-Diktator Augusto Pinochet den Rücken gestärkt. Mit 15 zu zwei Stimmen wiesen die Richter einen Antrag der Verteidigung zurück, Guzman wegen der späten Ansetzung der medizinischen Untersuchungen zu rügen. Damit bestätigten sie indirekt die Entscheidung Guzmans, den 85-Jährigen Sonntag und Montag psychologischen und neurologischen Tests zur Feststellung der Verhandlungsfähigkeit zu unterziehen.

Ob auch die Befragung Pinochets zu den Vorwürfen wegen der Ermordung und Entführung von Regimegegnern tatsächlich wie geplant am Dienstag stattfinden würde, war hingegen wieder offen. Guzman ließ eine Beschwerde der Verteidigung gegen den Termin zu. Die Entscheidung oblag damit wieder dem Berufungsgericht.

Die Verteidigung hatte geltend gemacht, am Dienstag würden die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung noch nicht vorliegen. Ihr Mandant dürfe aber erst befragt werden, wenn in der Frage der Verhandlungsfähigkeit Klarheit bestehe. Der Widerstand gegen die Befragung ist derart heftig, weil Pinochet anschließend erneut angeklagt und unter Hausarrest gestellt werden könnte.

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