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22.01.2003

19:26 Uhr

Ölpreis reagiert zunächst nicht auf Aussagen Powells

USA wollen bei Besetzung Irak-Öl treuhänderisch verwalten

Die USA werden nach den Worten von Außenminister Colin Powell im Falle einer militärischen Besetzung Iraks die dortigen Ölfelder treuhänderisch für das irakische Volk verwalten.

Reuters WASHINGTON. In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit US-Zeitungen sagte Powell in Washington, die Regierung von Präsident George W. Bush prüfe verschiedene Modelle für das Management der irakischen Ölindustrie: "Wenn wir die Besatzungsmacht sind, wird es (das Öl) zum Nutzen des irakischen Volkes vorgehalten und sie (die Ölindustrie) wird zum Nutzen der irakischen Bevölkerung betrieben", sagte Powell.

Das US-Militär wolle nach einer möglichen Invasion nicht lange über die für die Bildung einer angemessenen Regierung erforderliche Zeit hinaus in Irak bleiben, sagte der Außenminister. Zugleich lehnte er es ab, darüber zu spekulieren, wie lange US-Truppen in dem Land bleiben könnten.

Der Ölpreis reagierte zunächst nicht auf die Äußerungen Powells. Händlern zufolge beobachtet der Markt zwar die Entwicklungen in Venezuela und um Irak, doch hätten im Tagesverlauf Gewinnmitnahmen die Preise gedrückt. Ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im März kostete am Abend in London mit 30,52 Dollar 22 US-Cent weniger als am Vortag.

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