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25.01.2003

17:28 Uhr

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Ölpreise ziehen scharf an

Die Ölpreise sind wegen der zunehmenden Sorge über einen möglichen Irak-Krieg zum Wochenende deutlich angestigen. Die Lage wurde zusätzlich durch den andauernden Ölarbeiterstreik in Venezuela und das ungewöhnlich kalte Winterwetter in den USA erschwert.

HB/dpa NEW YORK/WASHINGTON. Der Preis für Rohöl zur Märzlieferung stieg an der New York Mercantile Exchange am Freitag um 3,2 Prozent auf 33,28 Dollar je Barrel (159 Liter). Die amerikanischen Rohölpreise liegen um 69 Prozent höher als vor einem Jahr. Brent-Nordseeöl hat am Freitag in London um 2,6 Prozent auf 30,49 Dollar je Barrel zugelegt. Die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas sind ebenfalls stark gestiegen.

Die Ölhändler in New York sorgten sich auch über die Möglichkeit einer Zerstörung der irakischen Ölfelder durch Bagdad. Das Regime in Bagdad will nach US-Angaben im Falle eines amerikanischen Angriffs die Ölfelder zerstören, damit die Reichtümer des Landes nicht dem US-Militär oder einer Nachfolgeregierung in die Hände fallen. Das sagte ein hoher Pentagon-Beamter, der auf Anonymität bestand, am Freitag in Washington. Das Pentagon habe aber bereits Pläne entwickelt, um die Ölfelder zu schützen.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) erwartet zugleich keine weltweite Ölkrise. Allerdings könne das Kartell nur wenig gegen einen Anstieg der Ölpreise im Falle eines Irak- Krieges unternehmen, sagte der OPEC-Generalsekretär Alvardo Silva-Calderon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Das liegt außerhalb unserer Kontrolle."

Die OPEC hatte vor knapp zwei Wochen auf einer außerordentlichen Sitzung eine Erhöhung der Produktion um täglich 1,5 Millionen Barrel (159 Liter) beschlossen. Damit sollten vor allem streikbedingte Produktionsausfälle in Venezuela ausgeglichen werden.

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