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15.01.2003

08:04 Uhr

Offenbar ein einzelner Fall

Milzbrand-Verdacht in Poststelle der US-Notenbank

In der Poststelle der US-Notenbank (Fed) sind nach Angaben der US-Post einem ersten Test zufolge Milzbranderreger entdeckt worden. "Wir haben ein einzelnes Testergebnis aus einer ganzen Reihe von Proben, die bei der Notenbank gemacht wurden", sagte Tom Day vom US Postal Service am Dienstag in Washington.

Reuters WASHINGTON. Es handle sich anscheinend um einen Einzelfall. Ein Fed-Sprecher bestätigte, dass ein an Vize-Präsident Roger Ferguson adressierter Brief dreimal positiv auf den Milzbranderreger getestet worden sei. Der Brief sei am vergangenen Mittwoch zu weiteren Tests in ein Labor gebracht worden. Eine Infizierung mit dem Bakterium kann zum Tode führen.

Die Notenbank prüft nach Angaben der Post routinemäßig die Sendungen für ihre Zentrale in einem sicheren Gebäude. Die betreffende Postsendung habe die Zentrale nicht erreicht.

In den Wochen nach den Anschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium bei Washington hatten Unbekannte in den USA Briefe mit dem Milzbranderreger verschickt. Mehrere Briefe wurden über ein Postverteilzentrum in New Jersey an Redaktionen in Washington, New York und Florida geschickt. Fünf Menschen starben, 23 weitere erkrankten. Auch Post für die Notenbank war zweimal positiv auf Milzbranderreger getestet worden, der Anfangsverdacht hatte sich aber nicht bestätigt.

Bislang wurde kein Verantwortlicher festgenommen. Ermittler vermuten hinter den Milzbrand-Briefen eher Einzeltäter als die El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden. Ihn machen die USA für die Anschläge am 11. September 2001 verantwortlich, bei denen rund 3 000 Menschen getötet wurden.

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