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11.03.2003

08:55 Uhr

Offener Brief von Klitschko an Fans

„Wir hatten große Hoffnungen in Wladimir gesetzt“

VonHartmut Scherzer (Handelsblatt)

Vierzig Stunden nach dem Debakel gegen den Südafrikaner Corrie Sanders wiederholte Wladimir Klitschko seine Forderung nach einem direkten Rückkampf. Doch wurde anscheinend kein Rückkampf vertraglich vereinbart - wie sonst üblich bei freiwilligen Titelverteidigungen. Manager Klaus-Peter Kohl sagte ausweichend: "Wir werden in den nächsten Tagen mit dem Management von Sanders reden." Der Promoter des Sensationssiegers von Hannover, Rodney Berman, wurde da schon konkreter: "Es besteht nur ein gentleman agreement".

Wladimir Klitschko Foto: dpa

Wladimir Klitschko Foto: dpa

FRANKFURT. Gegenüber den südafrikanischen Medien redete Berman von anderen, hochtrabenden Ideen: "Ein Vereinigungskampf gegen Lennox Lewis oder Roy Jones jr., das ist unser nächstes Ziel." Und der soll nach seinem Willen auf Robben Island stattfinden, der nationalen Kultstätte, wo Nelson Mandela 27 Jahre lang eingesperrt war.

Dabei wäre ein Rückkampf Sanders gegen Klitschko ganz im Sinne des US-Bezahlsenders HBO, der mit Klitschko einen Vertrag über neun Kämpfe geschlossen hat. "Die Niederlage ist eine Enttäuschung für diesen Sport", lamentierte Vize-Präsident Kery Davis. "Wir hatten große Hoffnungen in Wladimir gesetzt. Er ist eine so charismatische Persönlichkeit."

Auch Dan Rafael beklagte in der Zeitung "USA Today" das Debakel. Sanders habe aufgedeckt, was der vermeintliche Superstar Wladimir Klitschko nicht hat: "Die Fähigkeit, einen harten Schlag wegzustecken."

Derweil versuchte Wladimir Klitschko, in einem offenen Brief an seine Fans zu erklären, warum er den Kampf verloren habe. "Ich war nur eine Sekunde unaufmerksam und wollte mich für einen Niederschlag revanchieren. Da sind meine Emotionen mit mir durchgegangen."

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