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08.06.2000

15:13 Uhr

Offenlegung von Dokumentenformaten gefordert

Linux-Verband geht Microsoft-Urteil nicht weit genug

Die Linux-Fraktion nutzt die Gunst der Stunde und wirbt für frei verfügbare Schnittstellen. Microsofts Spaltung, befürchtet der Verband, könnte zwei noch mächtigere Unternehmen zur Folge haben.

jgo DÜSSELDORF.

Der Linux-Verband Live, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus dem Linux-Umfeld, der die Kommerzialisierung von Linux fördert, hat die Zerschlagung von Microsoft als nicht weit gehend genug kritisiert. "Als Basistechnologie der Informationsgesellschaft müssen Betriebssysteme als Open-Source-Software allen zur Verfügung stehen", sagte Thomas Uhl, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes. "Jetzt ist zu befürchten, dass durch die Aufteilung zwei noch mächtigere Unternehmen entstehen, die in ihrem Gebiet immer noch eine marktbeherrschende Stellung einnehmen." Die Zerschlagung des Software-Monopolisten alleine löse die Probleme noch nicht.

Der Verband forderte, die Dokumentenformate und Schnittstellen der Microsoft-Betriebssysteme müssten offen gelegt werden. "Wie bei dem freien Betriebssystem Linux sollte man alle öffentlichen Standards unter eine Open-Source-Lizenz stellen und so verhindern, dass einzelne Hersteller Kunden und Konkurrenten durch proprietäre Erweiterungen schaden können," sagte Uhl weiter.

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