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31.05.2000

19:05 Uhr

afp HARARE. Im Streit um die Verteilung von Grundbesitz in Simbabwe hat die von der Regierung eingesetzte Sonderkommission offenbar die weißen Besitzer von 187 Farmen enteignet und die Ländereien an mehrere tausend schwarze Landlose übergeben. Der Anführer der schwarzen Kriegsveteranen, Chenjerai Hitler Hunzvi, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, es handele sich in der nordwestlichen Provinz Mashonaland um die erste Umverteilung von Ländereien. Die simbabwischen Behörden bestätigten die Angaben zunächst nicht. Vertreter des weißen Bauernverbandes (CFU), die zusammen mit den Veteranen in der Kommission sitzen, sagten, sie seien über den angeblichen Beginn der Umverteilung nicht informiert worden.

CFU-Vertreter Nick Swanepoel sagte, die Regierung von Präsident Robert Mugabe habe ausdrücklich erklärt, nur der Staat dürfe die Umverteilungen vornehmen. Dank seiner präsidentiellen Sondervollmachten hatte Mugabe vor einer Woche das Gesetz zum Landerwerb von 1992 geändert. Nach neuem Recht kann die Regierung die weißen Besitzer von zunächst 841 Farmen ohne Entschädigung enteignen und sie an schwarze Veteranen zurückgeben, die zumeist Anhänger von Mugabe sind. Diese hatten seit Februar über 1300 Farmen von Weißen besetzt.

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