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10.02.2003

20:27 Uhr

Ohne die Irak-Kriese könnte der Dax 20 bis 30 Prozent höher liegen

Dax lässt sich von Wall Street beflügeln

Der Deutsche Aktienindex ist am Montag nach zeitweise deutlichen Schwankungen im Sog der Aufwärtstendenz der US-Börsen mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen. Der Dax schloss 0,65 Prozent höher bei 2 586,09 Punkten, nachdem er allerdings im Handelsverlauf in die Nähe seines Sechseinhalb-Jahres-Tiefs bei 2 519 Punkten gerückt war.

Reuters FRANKFURT. Die Kurse in den USA drehten wieder ins Plus, nachdem der irakische Uno-Botschafter mitgeteilt hatte, seine Regierung akzeptiere bedingungslos Aufklärungsflüge der Uno-Waffeninspektoren im gesamten Land.

Händler sagten mit Blick auf den deutschen Markt, die Stimmung sei auf Grund der unsicheren weltpolitischen Lage sehr angespannt. "Ohne die Irak-Krise stünde der Dax sicher 20 bis 30 Prozent höher", schätzte Rolf Elgeti, Chefstratege von Commerzbank Securities in London. Größere Positionen traue sich derzeit kaum ein Marktteilnehmer aufzubauen.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Papiere der Versicherer Münchener Rück und der Allianz. Die Papiere der Münchener Rück verloren 4,37 Prozent auf 74,93 Euro, die Aktien der Allianz fielen 3,02 Prozent auf 65,75 Euro. Am Vormittag waren Gerüchte um mögliche Kapitalerhöhungen der Versicherer kursiert. Die Allianz hatte die Spekulationen zurückgewiesen.

Kursgewinne von 3,68 Prozent auf 38,58 Euro verbuchten die Aktien des Energieversorgers Eon. Händler erklärten den Aufwärtstrend mit einer technischen Reaktion auf die deutlichen Verluste der Versorgeraktien in der vergangenen Woche.

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