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03.01.2002

11:35 Uhr

Online-Broker will sich mit Verspätung von Verlust-Filialen trennen

Comdirect will Töchter rasch verkaufen

Der Onlinebroker comdirect hält ungeachtet der Verzögerung an dem Verkauf seiner Auslandstöchter in Frankreich und Italien fest.

dpa-afx QUICKBORN. "Wir haben uns in jedem Land jeweils auf einen Verhandlungspartner fokussiert", sagte ein Sprecher am Donnerstag in Quickborn der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Ursprünglich hatte die Commerzbank-Tochter den Verkauf der beiden verlustbringenden Töchter bis Ende 2001 angekündigt.

Nach Angaben des Sprechers gibt es für die Tochter in Frankreich drei Interessenten und für Italien zwei. Der Verkauf solle nun so "rasch wie möglich" über die Bühne gebracht werden. An der Beteiligung in Großbritannien will der Direktbroker festhalten.

Der Online-Broker Comdirect hat nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" innerhalb der selbst gesetzten Frist, die zum Jahresende 2001 ablief, keine Käufer für die verlustreichen Filialen in Frankreich und Italien gefunden.

Der im NEMAX 50 gelistete Onlinebroker rechnet nach früheren Angaben mit einer Wertberichtigung auf seine Tochterunternehmen in Höhe eines "niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrages".

Sollte Comdirect keine Käufer für die Auslandstöchter finden, müsste das Unternehmen rund 180 Mill. Euro auf den Buchwert der Beteiligungen abschreiben, hieß es im Vorab-Bericht der Zeitung weiter.

Die mehrheitlich zur Commerzbank gehörende Broker hatte Mitte November angekündigt, seine Töchter in Italien und Frankreich verkaufen zu wollen, da dort die Gewinnschwelle in der angestrebten Zeit nicht zu erreichen sei.

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