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05.01.2001

10:52 Uhr

Online-Spielzeughändler erlebte enttäuschendes Weihnachtsgeschäft

E-Toys entlässt 700 von 1000 Mitarbeitern

Weihnachten 1999 hatte der Online-Spielzeughändler häufig nicht liefern können. Diese Saison hätte er liefern können, aber das Geschäft verlief enttäuschend. Nun steht das Unternehmen auf der Kippe.

Reuters PALO ALTO. Der Online-Spielzeughändler E-Toys will nach eigenen Angaben 700 seiner 1000 Mitarbeiter in den USA entlassen und zwei Warenlager schließen. Wegen des schlechten Weihnachtsgeschäfts werde das Unternehmen nicht wie geplant im Jahr 2003 Gewinne erwirtschaften, teilte E-Toys am Donnerstag (Ortszeit) mit. Man überprüfe nun eine Reihe von strategischen Optionen. Bei E-Toys war zunächst niemand für weitere Auskünfte erreichbar. Analysten vermuten jedoch schon seit einigen Wochen, dass die Tage von E-Toys als unabhängige Firma gezählt sind. Das Unternehmen könne nur überleben, wenn es einen Partner oder einen Käufer finde.

Bereits am Mittwoch hatte E-Toys bekannt gegeben, es werde seine europäische Niederlassung schließen und dort 74 Mitarbeiter entlassen.

E-Toys hatte vor dem Weihnachtsgeschäft massiv in Warenlager und moderne Warenwirtschaftssysteme investiert, um seine Kunden nicht wie in der Weihnachtssaison 1999 durch verspätete Lieferungen zu enttäuschen. Doch das Weihnachtsgeschäft war hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Besonders die Partnerschaft zwischen dem Online-Händler Amazon.com und der Spielgzeugkette Toys R Us hatte E-Toys geschadet.

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