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26.03.2003

17:20 Uhr

Opfer waren Geschäftsleute

Hochstaplerin mit überzeugendem Auftritt

Eine Hochstaplerin aus Coburg soll zusammen mit ihrem Sohn von gut betuchten Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern mehr als fünf Millionen Euro ergaunert haben.

HB/dpa COBURG. Die 52-Jährige habe sich vor den Betrogenen als Generalbevollmächtigte ihres 30 Jahre alten Sohnes ausgegeben, der in Russland angeblich über ein Anlagevermögen von mehreren 100 Millionen US-Dollar verfüge. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch im fränkischen Coburg mit.

Die Frau habe den Geprellten weisgemacht, ihr Sohn wolle in Westeuropa und in den USA investieren. Den Bauunternehmern, Bauingenieuren und Steuerexperten, die auf der Suche nach Investoren waren, erzählte sie, dass sie Bargeld benötige, um das Vermögen in Russland liquide zu machen - unter anderem durch die Bestechung von Bankangestellten und zur Finanzierung von Reisen und Dokumenten. Die Journalistin und ihr Sohn sitzen in Untersuchungshaft.

Die mutmaßlichen Betrüger hatten offenbar auch Verbindungen in die USA. Ende vergangenen Jahres wurden nach Ermittlungen der Coburger Kripo mit dem FBI in Philadelphia zehn Verdächtige festgenommen. Ermittelt wird wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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