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12.02.2003

16:03 Uhr

Opposition fordert mehr Hilfen

Stellenabbau bei HDW umstritten

Die angekündigte Entlassung von 750 Mitarbeitern bei der Kieler Werft HDW (Howaldtswerke Werft-Deutsche AG) hat in Schleswig-Holstein eine heftige Debatte ausgelöst. Betriebsrat, IG Metall und SPD kritisierten am Mittwoch das Vorgehen des Vorstands.

HB/dpa KIEL. CDU und FDP verlangten vom Land und vom Bund, die Mittel für die Werftenhilfe aufzustocken. Werftchef Helmut Burmester hatte am Vortag erklärt, HDW müsse die Belegschaft bis Mai 2004 von derzeit 3 400 auf 2 650 verringern, um im Wettbewerb bestehen zu können. Betroffen ist vor allem der Handelsschiffbau, der unter der asiatischen Billigkonkurrenz leidet.

"Wir können das Konzept des Vorstands nicht mittragen", sagte der Betriebsratsvorsitzende Ernst August Kiel. "Die Stimmung ist mies." Das Konzept sei nicht schlüssig und gefährde das Gesamtunternehmen. "Wir fordern den Vorstand auf, eine Kehrtwende vorzunehmen", sagte Kiel. Andernfalls werde man sich "mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren", heißt es auf Flugblättern, die der Betriebsrat auf dem Gelände der größten deutschen Werft verteilte. "Das ist für mich kein sinnhaftes Konzept", befand auch der Kieler IG-Metall-Chef Wolfgang Mädel. Wenn der Vorstand sein Konzept original durchsetze, werde HDW zu einer reinen Marinewerft ohne langfristige Chance im Wettbewerb.

Die CDU/CSU - Bundestagsfraktion forderte den Bund auf, seinen Anteil an der Werftenhilfe von einem Drittel auf 50 Prozent zu erhöhen. Darum hatte sich auch die Landesregierung in der Vergangenheit vergeblich bemüht.

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