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03.02.2002

19:24 Uhr

Ordergrößen- und Preis-Limits sowie Volatilitätsunterbrechungen für Aktienindexprodukte werden diskutiert

Eurex schlägt Sicherungsmechanismen vor

Nach dem enormen Einbruch des Dax-Futures am 20. November 2001, den ein Marktteilnehmer durch eine Fehleingabe ausgelöst hatte, steht nun möglicherweise eine Reform der Handelsregeln an der Eurex kurz bevor.

pga FRANKFURT/M. Die Terminbörse hatte seit dem Vorfall im November immer wieder Sicherheitsmechanismen wie beispielsweise Volatilitätsunterbrechungen mit den an der Eurex teilnehmenden Banken und Handelshäusern diskutiert. Diese Gespräche haben sich nun offenbar auf der Sitzung des Arbeitskreises Aktienindexprodukte konkretisiert.

Marktkreisen zufolge hat die Eurex dort Ordergrößen- und Preis-Limits sowie eine Volatilitätsunterbrechung zur Diskussion gestellt, die offenbar von der Mehrheit der Sitzungsteilnehmer befürwortet werden. Die konkrete Ausgestaltung müsse allerdings noch festgelegt werden, hieß es. "Wir führen mit unseren Marktteilnehmern Gespräche über weitere Sicherungsmechanismen", bestätigte ein Eurex-Sprecher. Diese könnten auf Indexprodukte beschränkt sein.

Dem Vernehmen nach belaufen sich die vorgeschlagenen Orderobergrenzen beim Dax-Future für Market-Stop-Orders auf 500 und für Limit-Orders auf 1 000 Kontrakte. Bei den Preis-Limits wäre Kreisen zufolge denkbar, dass ein Korridor um einen bestimmten Preis Ober- und Untergrenzen für die Preiseingabe setzt. Gebe ein Marktteilnehmer beispielsweise dann einen Kontraktpreis außerhalb des Korridors an, würde das System die Eingabe nicht annehmen. Bei einer Volatilitätsunterbrechung würde der Handel bei einer Preisveränderung in einem Kontrakt, der eine festgelegte Schwelle überschreitet, vorübergehend angehalten.

Zwar sind noch keine Entscheidungen gefallen, die ersten beiden Maßnahmen könnten jedoch bereits im Sommer umgesetzt werden. Die Volatiliätsunterbrechung macht eine neue Version des Handelssystems nötig, die ohnehin erst für Ende des Jahres geplant ist.

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