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02.01.2003

18:00 Uhr

Orkanwarnung in NRW

Dauerregen lässt Flüsse bedrohlich anschwellen

Tauwetter und ergiebige Regenfälle haben am Donnerstag das Wasser auf einigen deutschen Flüssen bedrohlich ansteigen lassen. Auf dem Main kam die Schifffahrt teilweise zum Erliegen, auf der Mosel und Saar wurde sie völlig eingestellt. Einige kleinere Flüsse traten in Bayern stellenweise bereits über die Ufer.

HB/dpa KÖLN. Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes werden erneut starke Regenfälle die Pegel weiter ansteigen lassen. In Nordrhein-Westfalen wurden in der Nacht zu Freitag orkanartige Böen erwartet.

Auch in Sachsen-Anhalt wuchs die Hochwassergefahr, teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz am Donnerstag in Magdeburg mit. Teilweise seien die Richtwerte der zweithöchsten Hochwasserwarnstufe drei erreicht worden. Auch einige Straßen mussten wegen der Fluten gesperrt werden.

Das Hochwasser des Rheins bei Köln stieg deutlich an. Allerdings rechneten Experten zunächst nicht mit einer Sperrung der Schifffahrt. Sie sei lediglich von Bingen bis ins niederrheinische Emmerich eingeschränkt. Die Schiffe müssten hier in der Strommitte und mit gedrosseltem Motor fahren. Für Freitag wurde ein weiteres Ansteigen der Pegelstände erwartet. Überschwemmt seien derzeit die Rheinwiesen und tief gelegene Parkplätze, hieß es.

Das Wetteramt Essen warnte vor orkanartigen Böen in Nordrhein- Westfalen. In der Nacht zum Freitag sollte der Sturm in den höher gelegenen Gebieten des Bundeslandes bis zu 110 Stundenkilometern erreichen. Das entspricht der Windstärke 11. In Nordthüringen musste die höchste Hochwasser-Alarmstufe ausgelöst werden, weil die Wipper in Wipperdorf und die Helme in Sundhausen die kritischen Marken von 2,30 Meter überschritten haben. In Schönebeck bei Magdeburg stieg das Grundwasser und lief in zahlreiche Keller. Hunderte von Gebäuden seien betroffen, teilte die Behörde mit.

Die Wasserstände des Mains überschritten zwischen Aschaffenburg und Bamberg die für die Schifffahrt zulässige Grenze. "Die Flüsse sind krachvoll", sagte ein Meteorologe. Vor allem in Nord- und Nordostbayern sei mit einem weiteren Anstieg des Hochwassers zu rechnen. (Informationen über die Pegelstände der Flüsse gibt es auch auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes http://www.dwd.de).

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