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12.03.2004

23:04 Uhr

Outsourcing soll beim Kostensparen helfen

Heilmittel oder Schreckgespenst?

VonThomas Söbbing

Der Begriff des Outsourcing ist im wirtschaftlichen Sprachgebrauch sehr verbreitet und geläufig. Gerade in Zeiten von Kostenreduzierung und Beschränkung auf die Kernkompetenzen fällt der Begriff immer wieder. Doch was versteckt sich eigentlich dahinter, warum ist Outsourcing so komplex, und warum ist es vor allem so schwer, einen Einstieg in die Materie des Outsourcing zu bekommen?

Das aus der amerikanischen Managementpraxis stammende Kunstwort Outsourcing besteht aus den Worten outside, resource und using. Neuerdings ist das Wort Outsourcing aber auch fester Bestandteil der deutschen Sprache geworden. Ziel des Outsourcing ist es, genau definierte Produkte oder Dienstleistungen (die bislang durch eigene Unternehmensprozesse zur Verfügung gestellt wurden) nicht mehr selbst herzustellen, sondern auf ein Dienstleistungsunternehmen zu übertragen, das die geforderten Leistungen wirtschaftlicher erbringt als das outsourcende Unternehmen.

Es ist zu unterscheiden zwischen der temporären Fremdvergabe von Unternehmensfremden Leistungen und Outsourcing.

Bei der temporären Fremdvergabe von unternehmensfremden Leistungen setzen Unternehmen mit Hilfe externer Unterstützung Projekte auf, um zeitlich begrenzte Aufgaben zu lösen. Praktische Beispiele sind zum Beispiel die Etablierung eines neuen Warenwirtschaftssystem im Unternehmen, ein Umzug in ein neues Bürogebäude oder die Umstellung von Computerbetriebssystem (zum Beispiel von MS Windows 2000 auf Windows XP).

Beim Outsourcing werden Aufgaben, die zum täglichen Regelbetrieb eines Unternehmens, aber nicht zu den Kerngeschäft (Kernkompetenzen) gehören, ausgelagert. Als Beispiele wären hier die Betreuung des Rechenzentrums des Kunden (RZ-Outsourcing), die Verwaltung der Bürogebäude (FM-Outsourcing) des Kunden oder sogar die Auslagerung der Personalverwaltung des Kunden (HR-Outsourcing). Diese Bereiche zählen zum täglichen Regelbetrieb eines Unternehmens, sie betreffen aber nicht unbedingt des Kerngeschäft.





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