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04.02.2002

09:36 Uhr

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Pacheco bei Wahlen in Costa Rica vorne

Bei den Präsidentenwahlen in Costa Rica hat nach ersten Teilgebnissen vom Sonntagabend kein Kandidat genügend Stimmen für einen Sieg im ersten Wahlgang erreicht.

dpa SAN JOSé. Wie das Oberste Wahlgericht mitteilte, lag der Kandidat der regierenden Partei der Christlich-Sozialen Einheit (PUSC), Abel Pacheco, nach Auszählung von 68 % der Wahllokale mit 38,6 % der Stimmen zwar klar in Führung. Der populäre Fernsehmoderator und Psychiater verfehlte aber die Schwelle von 40 %, die das Gesetz für einen Sieg mit einfacher Mehrheit im ersten Wahlgang gesetzt hat.

Den zweiten Platz belegte nach diesen Teilergebnissen Rolando Araya von der sozialdemokratischen Partei der Nationalen Befreiung (PLN) mit 30,9 %, gefolgt von Ottón Solís von der neu gegründeten Partei der Bürgeraktion (PAC) mit 26,3 %. Solís erkannte am Abend sein Ausscheiden aus dem Rennen um die Stichwahl an. Bei den gleichzeitigen Parlamentswahlen gewann die PUSC Pachecos nach ersten Prognosen 19 Sitze, die PLN 16, die PAC 14, die Libertäre Bewegung des mit 1,65 % der Stimmen weit abgeschlagenen Präsidentschaftskandidaten Otto Guevara sieben und die Partei der Costaricanischen Erneuerung ein Mandat.

Die Wahlen waren, wie in Costa Rica üblich, friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen. Die heute 3,8 Mill. Einwohner zählende mittelamerikanische Nation kann auf eine mehr als 50-jährige ununterbrochene demokratische Tradition zurückblicken. In diesem Zeitraum stellte die PLN Arayas am häufigsten den Präsidenten, zuletzt zwischen 1994 und 1998 mit José María Figueres. Mit dem abtrünnigen PLN-Politiker Solís gab es in diesem Jahr erstmals einen starken dritten Kandidaten.

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