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14.09.2013

17:24 Uhr

Lead-Awards

Handelsblatt holt Bronze

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat bei den Hamburger Lead-Awards abgeräumt. Die „Zeit“ wurde zur Zeitung des Jahres gekürt, das Handelsblatt holte Bronze. Das „Zeit Magazin“ erhielt den Publikumspreis.

Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz: Laudatio während der Lead Awards 2013. dpa

Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz: Laudatio während der Lead Awards 2013.

HamburgSechsmal Gold für den Hamburger Zeitverlag: Die Wochenzeitung „Die Zeit“ und das „Zeit Magazin“ waren am Freitag die großen Gewinner bei den 21. Lead-Awards in der Hansestadt. „Die Zeit“ erhielt unter anderem den Titel Zeitung des Jahres. Silber ging in dieser Kategorie an die Wochenzeitung „Der Freitag“, Bronze an das „Handelsblatt“. Das „Zeit Magazin“ wurde zudem mit einem Publikumspreis geehrt. Mit den Lead-Awards werden die besten Arbeiten in Zeitungen, Magazinen, Fotografien, Web-Auftritten, Design und Werbung ausgezeichnet.

Zum Magazin des Jahres kürten die Juroren die Szene-Zeitschrift „Vice“. „"Vice" müht sich nicht mehr mit den zusehends verstopften Vertriebskanälen wie Kiosk oder Buchhandel ab“, begründete der Vorsitzende der Lead-Academy, Markus Peichl, die Auswahl. „Es kommt selber zum Leser: in Modeläden, in Clubs, in Cafés, in Kneipen.“ Daneben fuhr „Vice“ weitere Gold-Preise für den Beitrag des Jahres in der Kategorie Zeitschriften („The Syria Issue“) sowie für die beste Mood- und Modefotografie des Jahres (Jim Mangan, „Bedu“) ein. Als Newcomer-Magazin wurde die Zeitschrift „Interview“ geehrt.

Mit dem neu eingeführten Preis der Lead-Akademie an das Magazin „Stern“ ehrte die Jury eine etablierte Zeitschrift für einen „besonders mutigen und richtungsweisenden Umbau, das dem veränderten Mediennutzungsverhalten der Menschen entspricht“, sagte Peichl. Der ebenfalls zum ersten Mal vergebene Preis für das beste Tablet-Magazin ging an das internationale Interview-Magazin „Freunde von Freunden“.

Die Lead-Academy hatte rund 450 Zeitschriften, 300 Online-Angebote, 80 Zeitungen und Werbekampagnen gesichtet. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Hamburg zeichnet seit über 20 Jahren die Besten der Zunft aus. In der Jury sitzen insgesamt etwa hundert Chefredakteure, Fotografen und Artdirektoren.

Bei einem Symposium am Nachmittag standen der Wikileaks-Gründer Julian Assange und der Mitentwickler der Anonymisierungssoftware „Tor“, Jacob Appelbaum, im Mittelpunkt. Assange sprach per Video-Übertragung aus der ecuadorianischen Botschaft in London; dorthin war er vor mehr als einem Jahr vor der Justiz geflüchtet. Assange mahnte Deutschland, sich stärker gegen die Internetüberwachung der USA einzusetzen. Die Bundesrepublik müsse zu den Werten stehen, auf denen sie nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden sei, um Druck auf die Regierung in Washington auszuüben.

Der US-Internetaktivist Jacob Appelbaum nahm die Gefahren des massenhaften Datensammelns für die Bevölkerung in den Blick: „Die Überwachung des Internets hat die Macht, Menschen zu ermorden.“ So sieht Appelbaum etwa das Leben von Menschen in Afghanistan, Jemen und Pakistan durch die Internetspionage konkret gefährdet, da die Daten für Drohnen-Angriffe genutzt werden könnten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Kaurikampf

14.09.2013, 19:29 Uhr

Man muss selbst schon links verortet sein, um die Zeit toll zu finden. Ich bin seit 1998 Abonnent!
Was ich an Tendenz identifiziere ist folgendes:
- Europa ist alles, Deutschland ist nur national restriktiv gedacht
- Wir müssen helfen und uns helfend einmischen; überall und jederzeit
- Die Energiewende ist gut und über jeden Zweifel erhaben
- Das Elektroauto ist die einzige angemessene individuelle Mobilitäte, vom Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln abgesehen.
Nachdem zunächst gar nicht ( ignorieren) und dann fast diffamierend über die AfD berichtet wurde, habe ich das Abonnement gekündigt!
Es gibt genügend andere Zeitungen - auch und gerade im Holzbrink - Verlag!

HofmannM

15.09.2013, 08:52 Uhr

Also das dieses Linken-Blatt von der "Zeit" gewonnen hat, dass spricht schon Bände über den Zustand im deutschen Mediendschungel.
Deutschland verblödet IMMER MEHR mit diesen ökosozialistischen Gedankengut einer Zeit oder Süddeutschen oder TAZ usw.
Hätte ja noch verstanden, wenn das Handelsblatt den ersten Preis geholt hätte aber die ZEIT???!
Armes Deutschland!
Ein Grund mehr am 22.09.2013 die AfD (Alternative für Deutschland) zu wählen!

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