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03.01.2008

13:24 Uhr

250 000 Besucher erwartet

„Bonjour Russland“ vor letztem Ansturm

Ansturm auf Düsseldorfer Ausstellung „Bonjour Russland“ mit Meisterwerken der Klassischen Moderne aus den vier bedeutendsten russischen Museen: Bisher haben etwa 235 000 Kunstfreunde die noch bis Sonntag geöffnete Schau gesehen. Eine Viertelmillion könnte es noch werden.

Bonjour Russland: Das Bild "Der Tanz" von Henri Matisse aus dem Jahr 1910 ist ebenfalls im museum kunst palast zu sehen. Foto: dpa dpa

Bonjour Russland: Das Bild "Der Tanz" von Henri Matisse aus dem Jahr 1910 ist ebenfalls im museum kunst palast zu sehen. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF/LONDON. Bis zum Ende der Ausstellung, die ab Ende Januar nun doch auch in London gezeigt wird, rechne man in Düsseldorf mit weiteren rund 15 000 Gästen, sagte eine Sprecherin des museums kunst palast am Donnerstag.

In der seit September geöffneten Ausstellung, für die erstmals die Eremitage und das Russische Museum aus Petersburg sowie aus Moskau das Tretjakow- und das Puschkin-Museum kooperiert haben, dokumentieren 120 Gemälde die Wanderung avantgardistischer Kunstströmungen zwischen Frankreich und Russland.

Als wegen mittlerweile ausgeräumter juristischer Probleme das „Gastspiel“ der Ausstellung in London zeitweise fraglich war, seien im Düsseldorfer museum kunst palast auffällig viele Besucher aus Frankreich und Großbritannien zu Gast gewesen. Sie hätten die Präsentation mit Werken von Cezanne, Gauguin, Kandinsky oder Picasso sicherheitshalber schon am Rhein sehen wollen, sagte die Sprecherin. Ab Samstagabend könnten Besucher in einer langen „Russischen Nacht“ zu den Klängen von Balalaikamusik der „Wolga-Virtuosen“ und bei kaltem Wodka Abschied von den erlesenen Kunstschätzen nehmen.

Russland hatte zunächst befürchtet, dass Großbritannien die Gemälde russischer und französischer Impressionisten konfiszieren könnte, falls Erben Besitzansprüche aus der vorrevolutionären Zeit geltend machten. Die russische Seite gab erst Grünes Licht, nachdem die Briten die Rückkehr der Kunstwerke nach Russland rechtlich garantiert hatten.

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