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10.02.2005

12:50 Uhr

55. Berlinale beginnt

350 Filme aus 52 Ländern auf der Berlinale

Mit dem Abenteuerepos "Man to Man" des französischen Regisseurs Régis Wargnier wird am Donnerstagabend die 55. Berlinale eröffnet.

Foto: dpa

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HB BERLIN. Insgesamt 350 Filme aus 52 Ländern zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin in den kommenden zehn Tagen. Zum Auftakt begrüßt Festivaldirektor Dieter Kosslick unter anderem die Hollywoodstars Joseph Fiennes ("Luther") und Kristin Scott Thomas ("Der Englische Patient") auf dem Roten Teppich vor dem Berlinale- Palast am Potsdamer Platz. Sie spielen in "Man to Man" zwei Afrikaforscher auf der Suche nach dem so genannten Missing Link - der in der Wissenschaft im 19. Jahrhundert diskutierten Verbindung zwischen Mensch und Affe.

Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Darunter sind auch drei Beiträge aus Deutschland. Mit Spannung wird "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund erwartet. Der Film schildert die letzten Tage im Leben der 1943 hingerichteten Widerstandskämpferin und Mitbegründerin der "Weißen Rose". Christian Petzold ("Die innere Sicherheit") zeigt "Gespenster". Darin glaubt eine Französin, in einer Berliner Streunerin ihre einst entführte Tochter zu erkennen. Um ein Fußballspiel und Diebstähle geht es im dritten deutschen Wettbewerbsbeitrag: "One Day in Europe" von Hannes Stöhr. Kurzfristig wurde einen Tag vor dem Berlinale-Start noch der Film "Fateless" des Ungarn Lájos Koltai nach dem "Roman eines Schicksallosen" von Nobelpreisträger Imre Kertész ins Programm genommen. Auffallend wenig Hollywood-Blockbuster hat Kosslick dieses Mal eingeladen. Glamour wird es trotzdem geben: Stars wie Keanu Reeves, Will Smith, Anjelica Houston, Kevin Spacey, Catherine Deneuve, Susan Sarandon, Gérard Depardieu, Ian McKellen und George Michael werden erwartet.

Politischer Schwerpunkt des Festivals ist Afrika

Im Wettbewerb laufen mit "Hotel Ruanda" von Terry George und "Sometimes in April" von Raoul Peck gleich zwei Filme über das Trauma des grausamen Völkermords in Ruanda. Mit fünf Filmen ist Frankreich das Land mit den meisten Beiträgen im Wettbewerb, darunter das jüngste Werk von Regie-Altmeister André Téchiné "Les temps qui changent". Vorsitzender der Berlinale-Jury ist der deutsche Hollywoodregisseur Roland Emmerich ("Independence Day"). Dem siebenköpfigen Gremium gehören unter anderem Schauspielerin Franka Potente, der italienische Modeschöpfer Nino Cerruti und der chinesische Filmstar Bai Ling an. Einen Goldene Ehrenbären erhalten der spanische Schauspieler Fernando Fernán Gómez und der koreanische Regisseur Im Kwon-Taek. Eine Berlinale-Kamera geht an den irischen Schauspieler Daniel Day-Lewis ("Im Namen des Vaters", "Mein linker Fuß").

www.berlinale.de

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