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17.06.2011

14:33 Uhr

Abschied von "Wetten, dass...?"

Gottschalks Wagnis nach dem Klassiker

Mit der letzten Sommerausgabe von "Wetten, dass ...?" startet Thomas Gottschalks Abschiedscountdown. Seine Entscheidung, nach dem ZDF-Klassiker im öffentlich-rechtlichen Fernsehen weiterzumachen, ist ein Wagnis.

Palma de MallorcaNach seinem Abschied von „Wetten, dass..?“ wird für immer gelten: Thomas Gottschalk ist einer der begnadetsten Entertainer, die das deutsche Fernsehen je hervor gebracht hat. Der nunmehr 61-Jährige wird jedoch nicht daran denken, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, denn die konkurrierenden Sendersysteme ARD und ZDF haben schon deutlich über verschiedene Verbreitungswege klargemacht, dass sie Gottschalk unbedingt für ihre Zwecke einsetzen wollen.

Ein wenig aus dem Fenster gelehnt hat sich der scheidende Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Udo Reiter, der Gottschalk vorgeschlagen hat, eine tägliche Vorabendshow im Werberahmenprogramm zu präsentieren. Werktags gegen 19.20 oder 19.25 Uhr, möglicherweise mit tagesaktuellen Themen. „Wenn er zu uns in die ARD heimkehrt, wäre das auch für mich ein großes Vergnügen“, sagte Reiter der Illustrierten „Bunte“. Nach seiner Darstellung hat die ARD-Vorsitzende Monika Piel das Projekt zur „Chefsache“ gemacht. Doch die möchte sich nicht öffentlich zu den ambitionierten Plänen äußern.

Auch das ZDF hat seinem freien Mitarbeiter Ideen unterbreitet. So soll der Blondschopf eine wöchentliche Sendung bekommen, die nicht näher beschrieben wird (vielleicht ein Late Night Talk?) und einige Hauptabendshows moderieren. Das macht er ja schon, wie zum Beispiel das alljährliche Event „Ein Herz für Kinder“ - die Verleihung der Goldenen Kamera oblag zuletzt jedoch seinem Kollegen Hape Kerkeling, einem der Favoriten auf die „Wetten, dass..?“-Nachfolge. Wen sich Gottschalk selbst als Nachfolger vorstellen könne? „Ich habe meine Frau auch nie gefragt: 'Wen hättest du am liebsten geheiratet?'“, sagt er.

Programmdirektor Thomas Bellut, der im März 2012 die Nachfolge von Intendat Markus Schächter antritt, sagte auch in der „Bunten“, er würde einen Wechsel Gottschalks sehr bedauern, könne Angebote aber nur „im Rahmen des Gesamtkonzepts“ machen.

„Es gibt ein großzügiges Angebot vom ZDF, und es gibt ein Angebot von der ARD, das eine große Herausforderung darstellt, aber das Risiko ist größer“, sagte Gottschalk vor der „Wetten, dass..?“-Sommerausgabe auf Mallorca. 9000 Zuschauer werden in der Stierkampfarena erwartet. In welche Richtung er tendiert, lässt er offen - Spielraum zum Pokern.

Kommentare (1)

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Das_Ende_der_Saison

18.06.2011, 08:48 Uhr

Schade das Thomas Gottschalk, wie so viele andere, den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören wohl wieder verpaßt.
Bleib doch in den USA Thommy, Kies hast Du über die Jahre doch genug verdient, oder gehts dir doch nur um dein Ego und deine Eitelkeit, welche du öffentlich weiter ausleben und befriedigen musst?
Wenn ich Dich wohl fragen würde, warum Du jetzt nach dem „WD-Unfall“ nicht einfach aufhörst, würdest Du mir wohl antworten: „Ich kann nicht aufhören.“

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