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01.10.2015

16:07 Uhr

Achenbach-Fundus

Auktion von Großformaten bringt knappe Million

Von großen Werken namhafter Künstler bis zum Zelt und bunten Mülleimern - erstaunlich, was der inhaftierte Kunstberater Helge Achenbach alles auf Lager hielt. Nun sind die Reste seines Fundus versteigert worden.

Die Versteigerung großformatiger Werke verschiedener Künstler aus der Insolvenzmasse des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach brachte eine knappe Million Euro ein. dpa

Versteigerung der Insolvenzmasse

Die Versteigerung großformatiger Werke verschiedener Künstler aus der Insolvenzmasse des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach brachte eine knappe Million Euro ein.

KölnEine weitere Kunstauktion mit besonders großen Werken aus dem Fundus des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach hat am Mittwochabend rund eine Million Euro erbracht. Im Kölner Auktionshaus Van Ham wurden mehr als 100 großformatige Skulpturen, Bilder, Siebdrucke, Fotografien und Installationen aus Achenbachs insolventer Kunstberatungsfirma versteigert.

Den höchsten Preis erzielte mit 165.000 Euro wie erwartet eine Werkgruppe aus 49 Bildern des Moskauer Künstlers Pavel Pepperstein. Sie war 2009 im russischen Pavillon der Biennale in Venedig gezeigt worden.

Zugpferde waren auch fünf bis zu zwei Meter hohe Bronze-Affen des 2007 gestorbenen Künstlers Jörg Immendorff. Sie wurden für insgesamt 279.000 Euro versteigert. Ein sechs Meter langes Foto von Thomas Struth kam für 50.000 Euro unter den Hammer.

Am unteren Ende der Preisskala gingen beispielsweise Objekte aus Holz und Gips des Künstlers Hubert Seelig schon für 100 Euro weg. Selbst ein vier Meter langes Baumwollzelt des Bottroper Künstlers Martin Honert fand für 4500 Euro einen Interessenten.

Die Auktion der Großformate übertraf die Erwartungen leicht. Zuvor war ein Gesamterlös von 550.000 bis 800.000 Euro geschätzt worden. Im Sommer hatte eine viertägige Versteigerung von rund 2300 Kunstwerken aus dem Lager Achenbachs 6,5 Millionen Euro gebracht.

Achenbach (63) war im März wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Außerdem soll der einst angesehene Experte laut einem Gerichtsurteil allein an die Familie des 2012 gestorbenen Aldi-Erben rund 19 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Beide Urteile hat er angefochten.

Von

dpa

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