Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2013

16:36 Uhr

Add Art

Wie Hamburgs Unternehmen sammeln

VonFrank Kurzhals

18 Hamburger Firmen zeigen am ersten Novemberwochenende, was sie an Kunst haben. Wer noch nicht selber sammelt, zeigt junge Kunst, die auch zum Verkauf steht.

Besprechungszimmer der Reederei Bernhard Schulte mit einem Seestück von Christian Frederic Eckardt. Carsten Brügmann, Reederei Schulte

Besprechungszimmer der Reederei Bernhard Schulte mit einem Seestück von Christian Frederic Eckardt.

HamburgHamburger Kunstsammlungen sind nur selten für die Öffentlichkeit zugänglich, wenn sie Unternehmen gehören. Das soll sich temporar ändern, wenn am 2. und 3. November das neue Veranstaltungsformat „Add Art“ an den Start geht. 18 Hamburger Unternehmen haben sich dafür zusammengetan.

Was sonst in Kantinen, Fluren und Direktionsräumen dem Blick der interessierten Öffentlichkeit entzogen ist, wird nun dem Publikum, das sich Online angemeldet hat, mit viel persönlichem Engagement präsentiert. Institutionen wie die altehrwürdige Reederei Hapag Lloyd sind dabei, aber auch Werbeagenturen, Banken, Hotels und Kanzleien.

Reeder sammelt Seestücke

Die Reederei Bernhard Schulte, seit 1883 in Familienbesitz, zeigt ihre über Generationen zusammengetragene Kollektion an Schiffsbildern und Seestücken. Etliche Glanzstücke des Genres vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert können hier entdeckt werden. Sie sind über die Stockwerke des neuen, architektonisch ambitionierten Unternehmenssitzes gekonnt verteilt und zeigen eine sehr sinnfällige Verschränkung von unternehmerischer und sammlerischer Leidenschaft.

In der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer tauchen Besucher in eine Sammlung ein, die faszinierende Positionen der zeitgenössischen Kunst beherbergt. Und wer dann noch Michael Schäfer, einen der Partner der Kanzlei, bei einer Führung erlebt, wird danach mehr über Kunst und Kennerschaft erfahren haben, als nach so mancher Museumsführung.

Einen Anfang machen mit dem Sammeln

Neben den großen und traditionsreichen Sammlungen gibt es auch eine Reihe von Unternehmen, die bisher keine Kollektion ihr Eigen nennen. Sie machen trotzdem mit. Irgendwann muss man ja schließlich einmal anfangen, so lautet hier die Devise. Anlässlich der Add Art haben sie Nachwuchstalente gebeten, bei ihnen auszustellen. So kann etwa bei den smarten Werbeagenturen Thjnk oder Jung von Matt, wie auch bei Dole, dem weltgrößten Produzenten und Vermarkter von Obst und Gemüse, junge Kunst betrachtet und diskutiert werden. Diese Werke werden auch zum Erwerb angeboten. Die ausstellenden Häuser wollen dafür mit gutem Ankaufs-Beispiel vorangehen. Sammeln war schon immer die schönste Förderung von Kunst, vor allem, wenn die Kunstwerke dann auch noch ausgestellt werden.

“Add Art – Hamburger Unternehmen zeigen und fördern Kunst”, ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Musik und Theater (Fachbereich Kultur- und Medienmanagement), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), der Handelskammer Hamburg, des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und der newskontor GmbH, 2. und 3. November 2013.

Die Teilnahme an den Besichtigungen ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung unter www.addart.de möglich. Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion am 2. November über „Warum Kunst und Wirtschaft zusammengehören“ im Bucerius Kunst-Forum am Rathausplatz kann ebenfalls nur nach einer Online-Anmeldung besucht werden.

Mehr zur Add Art und zum Kunstmarkt lesen Sie auf der neuen (kostenpflichtigen) Handelsblatt-App Live, die momentan nur auf dem iPad läuft.

Testen Sie eine Woche kostenlos:

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×