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24.06.2016

17:23 Uhr

Antiquitäten

Eine Messe weniger in München

VonSusanne Schreiber

Ab Herbst 2016 gibt es in München nur noch zwei Messen, nicht mehr drei. Die „Kunst Messe München“ ist abgesagt. Das ist für den Antiquitätenhandel und die Sammler eine gute Nachricht.

Der Postpalast von München. Quelle PR

Messestandort mit eigenem Appeal

Der Postpalast von München.

Quelle PR

MünchenEs klingt paradox: Eine schlechte Nachricht kann eine gute sein – wenn die Situation so verfahren und unerfreulich ist, wie sie es in München zuletzt war. In der bayerischen Landeshauptstadt ist die „Kunst Messe München“, die der Messeveranstalter Wolf Krey im Postpalast veranstaltete, abgesagt.  Sie hatte nach dem Tod von Albrecht Neuhaus, dem Abgang von Christian Eduard Franke und anderen an Profil verloren (Siehe Handelsblatt v. 23. und 30. Oktober 2015). Zuletzt waren die Besucherzahlen extrem gesunken,  so dass für 2016 keine relevante Ausstellerzahl zustande kam. Das berichtete als erstes Weltkunst Online.

Aus drei mach zwei. Das werden Aussteller wie Kunden begrüßen. In der letzten Oktoberwoche werden nun zwei gestärkte Messen sich eher ergänzen als konkurrieren. Während die Highlights-Internationale Kunstmesse München in der Residenz das obere Segment bedienen, will die „94. Kunst & Antiquitäten, München“ ihr traditionelles Spektrum  - Antiquitäten, Kurioses, Volkskunst – behalten. „Wir sind eine Vereinsmesse. Da können wir Mitglieder gar nicht ausschließen,“ erläutert Andreas Ramer, Messeleiter der Kunst & Antiquitäten, dem Handelsblatt.

Vom Nockherberg in den Postpalast

Nach 12 Jahren im Paulaner-Festsaal am Nockherberg stand für Kunst & Antiquitäten  eh ein Umzug bevor, der vierte in der langen Geschichte der beliebten Messe. Dass sie jetzt von Giesinger Bierberg in den Postpalast zieht, ist ein glücklicher Umstand. Der Vermieter Käfer, der den Postpalast als Eventlokation betreibt, „kam uns mit einem attraktiven Gesamtpreis entgegen“, erzählt Andreas Ramer, kurz nachdem er den Mietvertrag in der Tasche hatte.

Von der Kunst Messe München hatten sich enttäuschte Händler abgewandt und sich erfolgreich bei den Highlights beworben, u.a die Porzellanhandlung  Elfriede Langeloh und die Luxemburger Silberspezialistin Dr. Eva Toepfer. Andere wechselten zur „Kunst & Antiquitäten“  wie beispielsweise Gregor von Seckendorff. Zu deren 40 Vereinsmitgliedern werden etwa 20 Gastaussteller kommen. Doch bevor nicht der Messeaufriss in der Rotunde unter der Glaskuppel neu geplant ist, könne er den Interessenten noch nichts anbieten, weist Ramer die Bitte um Namen der Neuaussteller zurück.

Nachwuchs in den Vorstand

Andreas Ramer ist nicht nur ein erfahrener Messemacher, er ist auch ein Diplomat. So ist der Dialog zwischen ihm und dem Highlights-Vorstand niemals abgerissen. Man ist sich freundschaftlich verbunden und bespricht gemeinsame Werbemaßnahmen. So wie sich der Vorstand bei den Highlights verjüngt hat, tut der Wechsel auch dem Kunst & Antiquitäten-Vorstand gut. Neben Senior Ramer ziehen jetzt hier Martin Puch und Max Lerch die Strippen.

Münchener Messen: Spielraum für Optimierung

Münchener Messen

Spielraum für Optimierung

Nach der traditionsreichen Regionalmesse auf dem Nockherberg und vor der „Highlights“ in der Residenz hat nun die Kunst-Messe München eröffnet. Schauplatz ist die historische Rotunde im Postpalast. Ein Blick auf die Stärken und Schwächen der einst wichtigsten Antiquitätenmesse Deutschlands.

Die Traditionsmesse Kunst & Antiquitäten behält ihren Rhythmus als Frühjahrs- und Herbstmesse bei. Einziger Unterschied im Postpalast: Hier muss sie keine Rücksicht mehr nehmen auf den Starkbieranstich.

Kunst & Antiquitäten: 22. Oktober bis 30. Oktober 2016 im Postpalast
Kunst & Antiquitäten 2017: in der zweiten Märzhälfte im Postpalast
Highlights Internationale Kunstmesse München: 26.-30. Oktober 2016 in der Residenz

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