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14.01.2011

11:35 Uhr

Art Basel

Die Messe Art Basel schließt drei Berliner aus

VonStefan Kobel

Es gibt Streit rund um die bedeutendste Kunstmesse der Welt. Drei Berliner Aussteller sind in diesem Jahr auf der Art Basel nicht zugelassen worden. Die Reaktionen fallen verschieden aus - glücklich ist mit dieser Situation aber keiner der Betroffenen.

Wohl nicht auf der Art Basel: Der Galerist Gerd Harry Lybke. dpa

Wohl nicht auf der Art Basel: Der Galerist Gerd Harry Lybke.

BERLIN . Es rumort zwischen Berlin und Basel. Zur Art Basel, der wichtigsten Kunstmesse der Welt, sind in diesem Juni drei langjährige Aussteller aus Berlin nicht zugelassen. Eigen + Art, Mehdi Chouakri und Giti Nourbakhsch. Gerd Harry Lybke ist offensichtlich enttäuscht. In einer Pressemitteilung bedauert er, dass nicht nur ihm, sondern vor allem seinen Künstlern "Zugang zum wichtigsten internationalen Messeplatz für Kunst versperrt" ist. Er kritisiert: "Diese Entscheidung einer Nichtzulassung wurde offensichtlich nicht auf der Grundlage einer künstlerischen Beurteilung gefällt." Dennoch hegt er keinen Groll. "Wenn die in 14 Tagen kommen und sagen: Du darfst doch mitmachen, dann geh ich auch hin."

Nicht ganz so gelassen ist Giti Nourbakhsch. Sie hat einen Brief an ihre Berliner Kollegen geschrieben, in dem sie auf die starke Präsenz Berlins in der Jury hinweist. Von den sechs Mitgliedern betreiben drei eine Galerie in der Bundeshauptstadt: Tim Neuger, Claes Nordenhake und Jochen Meyer. "Eben diese Galeristen sind außerdem Gesellschafter der Gallery Weekend Berlin GmbH (GWB)", schreibt sie. "Ich werde den Verdacht nicht los, dass zwischen meinem Austritt aus GWB und der plötzlichen Absage der Art Basel ein Zusammenhang besteht."

Der Verdacht liegt nicht allzu fern, sind doch Standplätze heiß begehrt und die Konkurrenz gerade unter Berliner Galeristen groß. Tatsächlich ist Monika Branicka neu im Gesellschafterkreis der GWB und mit ihrer Galerie auf der Art Basel vertreten. Claes Nordenhake weist die Vorwürfe jedoch zurück: "Giti Nourbakhsch hat sich schon vor geraumer Zeit aus dem Gesellschafterkreis zurückgezogen, so dass sich daraus keine Kausalitäten konstruieren ließen."

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