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04.12.2015

11:42 Uhr

Art Basel Miami Beach

Lebhafter Zuspruch für immer jüngere Kunst

VonBarbara Kutscher

Bilder, Skulpturen und Medienkunst verkaufen sich in den ersten Stunden der Art Basel Miami Beach wie am Fließband. Allein 20 weitere kleinere Begleitmessen sorgen für einen vollen Terminkalender der angereisten Sammler. Es gibt sogar eine Mini-Messe mit Altmeistern.

Blick in die Koje der Schweizer Galerie Gmurzynska auf der Art Basel Miami Beach, kuratiert von Germano Celant. Quelle: Galerie Gmurzynska

Messetaugliche Petersburger Hängung

Blick in die Koje der Schweizer Galerie Gmurzynska auf der Art Basel Miami Beach, kuratiert von Germano Celant. Quelle: Galerie Gmurzynska

Miami BeachBunt, fröhlich und voller Energie, so präsentiert sich auch die 14. Ausgabe der Art Basel Miami Beach. Noch bis zum Sonntag kann unter etwa 4.000 Künstlern bei 267 Galerien aus 32 Ländern gewählt werden. Und wie es scheint, verjüngt sich die Messe stetig. In den ersten hektischen VIP-Verkaufsstunden am 2. Dezember 2015 flogen bei einigen Händlern, darunter Lisson Gallery (London, Mailand und neuerdings New York) vor allem ganz frische Werke von den Wänden. Unter ihren Verkäufen befanden sich Skulpturen aus der „Lakes“-Serie (Flachbildschirme und Software) des bekannten jungen Konzeptkünstlers Cory Arcangel, der auf Technologie setzt (60.000 bis 90.000 Dollar).

Gut lief es auch für die stark farbigen Abstraktionen des 69-jährigen Schwarzamerikaners Stanley Whitney, der gleich auf mehreren Ständen ausverkauft wurde. Nach seiner vielgelobten ersten Retrospektive im Sommer im Studio Museum in Harlem schossen Nachfrage und Preise nach oben. Team Gallery (New York) verkaufte sein Großformat „Sister“ (2015) für 85.000 Dollar. Hier wurden seit dem Sommer mehr seiner Werke als in all den vorangegangenen Jahren weitergegeben.

Junge Historienmalerei

Besser als im letzten Jahr lief es bei Susanne Vielmetter (Los Angeles), die in den ersten Stunden fast ihren gesamten Stand und auch noch einiges aus dem Back Room vermittelte. Ihr Neuzugang Sadie Benning war mit neuen großen Cartoonbunten Puzzles „Telephone Drawings“ , die auf Handyfotos beruhen, schnell ausverkauft (um 50.000 Dollar). „Die Kunden sind in diesem Jahr ernsthaft und fokussiert“, so Kevin Scholl von der Galerie. David Zwirner gab in den ersten Stunden um die 16 Werke ab, darunter auch das Großformat „Untitled (Blot)“ (2015) des als Historienmalers neuen Formats geschätzten Schwarzamerikaners Kerry James Marshall (850.000 Dollar). Aber, wie Julia Joern von der Galerie versicherte, hagelte es auch nach 18 oder 19 Uhr abends noch munter weitere Verkäufe.

Sehr aktive erste Stunden, inklusive neuer Sammler, sahen auch Lehman Maupin (New York, Hongkong). Abgestimmt mit der Messe wird Nari War (Jamaika) derzeit im örtlichen Perez Museum of Art ausgestellt. Sein Schriftzug „We shall overcome“ (2015) aus farbigen Schnürsenkeln wurde schnell abgegeben (70.000 bis 90.000 Dollar), die Galerie verkaufte aber auch einige größere Werke aus der Museumsshow an Institutionen.

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