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20.04.2012

12:23 Uhr

Art Brussels

Gefragter denn je

VonCornelia Ganitta

Rund 2000 Künstler machen aus der Art Brussels ein Fundgrube. Ihr Markenzeichen: Ein spannender Mix aus junger, talentierter Kunst mit etablierten Namen aus der internationalen Kunstszene. Dabei reicht die Preisspanne von erschwinglich bis „anspruchsvoll“.

Werner Büttner, Die Avantgarde von hinten congamedia

Werner Büttner, Die Avantgarde von hinten

BrüsselBerlin goes Brussel. So könnte das Motto der diesjährigen, 30. Ausgabe der Brüsseler Messe für zeitgenössische Kunst lauten. Mit fünf Galerien im "First Call"-Bereich (aufstrebende Talente) und sieben bei den "Young Talents" (schon etablierte junge Zeitgenossen), ist die Fraktion von der Spree vor allem bei der jungen Kunst in Halle 3 überdurchschnittlich vertreten.Auch die zeitgleich laufende Art Cologne tut der insgesamt regen Teilnahme keinen Abbruch.

"Zum ersten Mal in den 15 Jahren, die ich die Messe leite, hat es keine einzige Annullierung bereits eingeschriebener Galerien gegeben" freut sich Messeorganisatorin Karen Renders. Trotz des erhöhten Messeaufkommens etwa mit dem New Yorker Ableger der Freeze zählt Renders immer noch mehr als 400 Anfragen für die 180 zu vergebenen Plätze. Dabei bildet Belgien mit 26 Prozent aller Galerien den Löwenanteil, gefolgt von 70 Prozent aus dem übrigen Europa und nur vier Prozent aus anderen Kontinenten. Neben dem Königreich sind Deutschland und Frankreich mit jeweils etwas mehr als 20 Galerien am besten vertreten. Ähnlich verhält es sich bei den Besucherzahlen: Von den jährlich circa 25.000 Kunstinteressierten, kommt ein Drittel aus dem eigenen Land, gefolgt von Frankreich und Deutschland mit je 33 beziehungsweise 18 Prozent. 

Dichte Sammlerszene in Belgien

Die Belgier sind Kenner der Szene. Davon sind viele der international renommierten "alten Hasen" in der Gallery Zone (Halle 1) überzeugt. Um die Sammelleidenschaft besonders dieser Klientel zu befeuern, kommen sie gern nach Brüssel. "In Frankreich gibt es so viele Sammler für zeitgenössische Kunst wie in Belgien", kommentiert Galeristin Marion Meyer ironisch die vergleichsweise geringe Sammelpraxis im Nachbarland. Ein Grund für die Wahl-Pariserin, die auch eine Dependance in Frankfurt unterhält, zum ersten Mal in Brüssel dabei zu sein. Mit Werner Büttner präsentiert sie neue Arbeiten eines alten Schwergewichts. Als "junger Wilder" propagierte Büttner einst gemeinsam mit Albert Oehlen und Martin Kippenberger die "Rückkehr der Malerei".Seine hier zur Schau gestellten, meterhohen Ölgemälde "Niemandsland" und "Die Avantgarde von hinten" kosten jeweils um die 30.000 Euro.

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