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28.01.2011

15:39 Uhr

Art Cologne

Der Magnet am Rhein

VonSusanne Schreiber

Sie wird immer besser, ohne in schädliche Gigantomanie zu verfallen. Rund 190 Galerien aus 20 Ländern profilieren die 45. Art Cologne (13.-17.4.) als den Platz für Kunst von der Klassischen Moderne bis heute. Zahlreiche Rückkehrer beweisen, dass die Art Cologne stetig an Anziehungskraft gewinnt.

Zwichen Fisch und Helikopter: Panamarenkos "Donnariet", nach Köln ausgeliehen von der Deweer Art Gallery. Dirk Pauwels/Deweer

Zwichen Fisch und Helikopter: Panamarenkos "Donnariet", nach Köln ausgeliehen von der Deweer Art Gallery.

DÜSSELDORF. Die 45. Art Cologne (13.-17.4.2011) hat ihr Teilnehmerfeld weiter internationalisiert. Den großen Block mit deutschen Teilnehmern runden je 13 Galerien aus Japan und der Schweiz, zehn aus den USA, sieben aus Frankreich und drei aus Argentinien ab. "Die Art Cologne ist eine intellektuelle Messe für Denker, die mit der Kunstgeschichte arbeitet und nicht der Mode hinterherläuft." So charakterisiert Art Cologne-Direktor Daniel Hug ihr Profil, das von der Klassischen Moderne über die Nachkriegskunst bis zur zeitgenössischen Kunst reicht. Dass die renommierten Galerien Andrew Kreps und Leo König, beide aus New York, Lelong aus Zürich/Paris, Deweer aus Otegem und Fons Welters aus Amsterdam nach Jahren der Abstinenz wieder dabei sind, zeigt, dass man in Köln gute Geschäfte machen kann. Im Rheinland ist das Potenzial an kaufwilligen Sammlern und Institutionen groß. Das lockt auch Fred Jahn, den Grand Seigneur aus München, der dem Messetrubel lange entsagt hatte. Nur vier Galerien, darunter Konrad Fischer und Thomas Flor, beide Düsseldorf, haben der Art Cologne den Rücken gekehrt.

Verkleinerter Open Space

Open Space, der große Freiraum für One-man-shows, ist von 45 auf 30 Galerien verkleinert. "Es ist nicht einfach Soloshows zu verkaufen. Gruppenausstellungen ziehen den Besucher eher in den Stand", begründet Daniel Hug seien Feinjustierung der Messe. Hauser & Wirth, Sprüth Magers und Christian Nagel leisten sich beides: den klassischen Messestand mit einem Querschnitt aus dem Programm und den Spot auf eine herausragende Position im Open Space.

125 Aussteller zählt das Hauptfeld, 30 kommen aus Open Space und 40 aus den New Contemporaries dazu. Letztere stellen auf 30 qm ein zukunftweisendes Programm vor. Erstmals wird 2011 der Maurice Lacroix Art Award for New Contemporaries verliehen. In dieser Kategorie stellen Van Horn (Düsseldorf), Metro (Berlin), Raster (Warschau), Klemm?s (Berlin), Laden für Nichts (Leipzig) sowie Figge von Rosen (Köln) aus. Neu ist, dass bei den Bewerbern Durchhaltevermögen und mehr Erfahrung gefragt als in früheren Jahren.

Neo Rauch Skulptur

Zu dem wenigen, was an auszustellenden Highlights schon bekannt ist, zählt eine Skulptur von Neo Rauch am Stand von Eigen + Art und eine Hommage an den Belgier Panamarenko. Im Inneren der südlichen Eingangshalle werden etliche Flugkörper und ein Hybrid aus Helikopter und Fisch (Leihgeber Deweer Gallery) den Messebesucher einstimmen auf die Kapriolen der Kunst.

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