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25.03.2012

09:01 Uhr

Art Dubai

Kunstmesse im Wüstensand

VonOlga Grimm-Weissert

Auf der Kunstmesse in Dubai treffen sich derzeit Aussteller aus 32 Ländern. Damit festigt das Emirat seine Stellung auf dem Kunstmarkt der Region. Besonders beliebt sind Meister aus dem aus dem Mittleren Osten.

Ein Besucher steht vor dem Werk „Kinder des Irak“ des Künstlers Robert Helou. dpa

Ein Besucher steht vor dem Werk „Kinder des Irak“ des Künstlers Robert Helou.

DubaiIm Emirat Dubai, einem der sieben kunstsinnigen Kleinstaaten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), läuft trotz sandiger Winde die sechste Messe für zeitgenössische Kunst. Die „Art Dubai“ bringt 75 Aussteller aus 32 Ländern zusammen, darunter Goodman Gallery aus Johannesburg oder The Pace Gallery aus New York.

Als Drehscheibe für den Nahen und Mittleren Osten liefert sich Dubai mit Abu Dhabi, dem reichsten Kleinstaat der VAE, einen Profilierungswettkampf – auch in Sachen Kunst.

Zu den Kulturinitiativen, mit denen die Regierung des herrschenden Scheichs Mohammed Bin Rashid Al Maktoum 2006 begann, zählt die Gründung der Kunstmesse Art Dubai im März 2007 mit 42 Ausstellern. Dass auch Abu Dhabi im November 2007 seine erste Kunstmesse organisierte, die „Art Paris Abu Dhabi“ (inzwischen Abu Dhabi Art), ist symptomatisch für das Konkurrenzverhältnis beider Städte.

Finanziell musste Abu Dhabi in der Immobilien- und Finanzkrise Dubai aber mit zehn Milliarden Dollar herauspauken. Und kurze Zeit später selbst die Eröffnung des Louvre Abu Dhabi verschieben. Sie ist nun für 2015, statt 2012, angesagt, das Guggenheim-Abu-Dhabi-Museum soll erst 2017 seine Tore öffnen.

Die Art Dubai unter der Leitung der jungen, extrem angepassten Direktorin Antonia Carver, legte den Galeristen nahe, Künstler aus dem Mittleren Osten, dem Maghreb, Indien, Pakistan, China und in diesem Jahr auch aus Indonesien anzubieten. Praktisch alle folgten dieser Maxime, was die Rezeption nicht immer ganz leicht macht.

Wenn Kashya Hildebrandt (Zürich) mit Ausnahme des Libanesen Marwan Sahmarani, von dem sie acht Arbeiten auf Papier zeigt, von sieben Künstlern nur je ein Werk präsentiert, müssen die Sammler per iPad oder Computer Einblick in das Restangebot nehmen.

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