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10.09.2014

12:50 Uhr

Asia Week New York

Japanische und koreanische Kunst sind rückläufig

VonBarbara Kutscher

Die Asia Week in New York konzentriert sich auf chinesische, süd- und südostasiatische Kunst. Japanische und koreanische Werke laufen schon länger nicht mehr gut. Deshalb stellt Christie’s seine regelmäßigen Versteigerungen auf diesem Sektor ein.

Dieses schön geschwungene Email-Gefäß (15./frühes 16. Jahrhundert) stammt aus dem Nachlass des Chicagoer Sammlers David Peck III. (Taxe: 300.000 bis 500.000 Dollar)

Dieses schön geschwungene Email-Gefäß (15./frühes 16. Jahrhundert) stammt aus dem Nachlass des Chicagoer Sammlers David Peck III. (Taxe: 300.000 bis 500.000 Dollar)

New YorkKunst aus China, Süd- und Südostasien dominiert in der dritten Septemberwoche wieder die New Yorker Auktionssäle. Nur japanische und koreanische Werke machen sich rar. Nachdem Sotheby’s dieses oft wenig einträgliche Feld schon vor Jahren aufgegeben hat, folgt nun auch Christie’s. Beide Abteilungen wurden in einer umfassenden Neuorganisation zusammengelegt. Künftig soll es in unregelmäßiger Folge nur Themen- und Online-Auktionen geben. Da bleibt dem Japonika-Sammler nur die bei Bonhams ausgebotenen „Fine Japanese Works“. Am 16. September 2014 werden hier unter anderem Objekte der Meiji-Periode (1868-1912) aus dem Nachlass des im März verstorbenen Bostoner Unternehmers Carl Barron angeboten.

Den Löwentanteil stellen wieder chinesische Antiquitäten und Gemälde. Christie’s verteilt an drei Tagen fast 800 Lose. 53 prächtige Objekte aus Cloisonné-Email bietet etwa die Themenauktion “Rivers of Color” am 18. September an. Zum größten Teil kommen sie aus dem Nachlass des Chicagoer Sammlers David Peck, III, der, angeregt von einer Chinareise, vor allem in den 1990er-Jahren kaufte. Wertvollstes Stück ist aber der sehr seltene, fast 15 Zentimter hohe glockenförmige Topf, für den 300.000 bis 500.000 Dollar erwartet werden. Er ist außen und innen mit Drachen dekoriert und wird ins 15. oder frühe 16. Jahrhundert datiert.

Altchinesisches aus Händler-Sammlung

Auch Sotheby’s versteigert über drei Tage lang Altchinesisches, darunter wieder einiges aus der Sammlung des berühmten, heute 90-jährigen japanischen Händlers Sakamoto Goro. Er lieferte bereits erfolgreich Bronzen und Song-Keramik in Hongkong und New York ein. Jetzt sind acht schlichte und elegante Keramiken der Song-Zeit an der Reihe, die auch in Japan stets bewundert und gesammelt wurden.

Der sogenannte “Vortex-Jar”, ein 20 Zentimeter hoher, früher Schultertopf mit braunen Spiralen auf seltener schwarzer Glasur soll 2,5 bis 3 Millionen Dollar einbringen. Dieselbe Taxe trägt auch die hohe “Qingbai” Meiping-Schulterflasche. Ihr Reliefdekor unter der hellblauen Seladonglasur zeigt spielende Knaben inmitten von Lilien-und Lotusblüten.

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