Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.03.2011

13:03 Uhr

Asia Week

New York trumpft mit Asiatika auf

VonBarbara Kutscher

Wer sich für feine Keramik aus China, archaische Bronzegefäße, indische Palastzier oder Khmer-Skulptur interessiert, hat  ab heute nur ein Ziel: New York. Hier läuft die Asia Week mit einem Großaufgebot an Kunstwerken.

Diese sehr seltene blau glasierte Qianlong-Vase hat Griffe in Form von Vögeln. Quelle: Christie's Images 2011

Diese sehr seltene blau glasierte Qianlong-Vase hat Griffe in Form von Vögeln.

New YorkNew York bietet dem unaufhaltsam gen Osten abwandernden Asiatikamarkt mit der am Freitag begonnen Asia Week‘ Paroli (bis 26.3.). Gemeinsam wollen fünf Auktionshäuser, eine Messe, 17 Museen und mehrere Dutzend Händler der Welt beweisen, dass eine Reise an den Hudson immer noch ein ‚must‘ ist. In die 88-seitige Eventbroschüre, die sich leicht aufs Handy laden lässt, trugen sich auch auswärtige Spitzenhändler ein: Giuseppe Eskenazi ließ sich mit kostbaren chinesischen Metallarbeiten der Ming- und Qing-Dynastien im Ukranian Institute an Fifth Avenue nieder und John Eskenazi zeigt bei Adam Williams beste südostasiatische Skulpturen.

Rossi & Rossi zog es mit kostbarem Schmuck aus dem Himalaya ins Tibet House. Sydney L. Moss ist mit der bekannten Inro-Sammlung von Elly Nordskog aus Los Angeles im Fuller-Gebäude zu finden, Christian Deydier stellt chinesische Schätze bei Friedman Vallois auf. Dagegen publizierte die „Japanese Art Dealers Association“ rund um 16 Galerieausstellungen einen eigenen „Arts of Japan“-Katalog. Hier sind BachmannEckenstein (Basel) zu finden, die im Fuller-Gebäude einiges zur japanischen Teezeremonie zeigen. Dazu lässt sich zeitgenössische Kunst auf der 9. Asian Contemporary Art Week erkunden.

Teppich aus Perlen

Auch die Auktionskataloge sind in dieser Saison so prall gefüllt wie schon lange nicht mehr. Die  Erwartungen bei Christie’s und Sotheby’s schrauben sich auf 94,9 bis 136,9 Mio. Dollar hoch. In letzter Minute sorgte die Zugkraft der „Asia Week“ für einen weiteren Höhepunkt: Sotheby’s versteigert den im vergangenen Jahr in der der prächtigen Maharadscha-Ausstellung in London und München gezeigten Baroda-Baldachin (Taxe 3-5 Mio. Dollar).

Der Maharadscha des ehemaligen indischen Fürstenstaates Baroda gab das reich mit Perlen und Edelsteinen bestickte Objekt um 1870 als Teil eines fünfteiligen Ensembles in Auftrag. Ein dazugehörender großer Perlenteppich erzielte vor zwei Jahren in Doha (Katar) bereits aufsehenerregende 5,5 Mio. Dollar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×