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20.03.2013

16:29 Uhr

Auktion

Zwei Millionen für Flohmarkt-Schale

Ein Ehepaar 2007 für drei Euro eine Schale auf dem Flohmarkt. Nun wurde sie für 2,23 Millionen Dollar in New York versteigert. Die Porzellanschüssel ist ein Jahrtausend alt und stammt aus der Song-Dynastie.

Eine weiße Porzellanschale aus der Zeit der chinesischen Song-Dynastie ist für 2,23 Millionen Dollar versteigert worden. Die Besitzer hatten das Stück Jahre zuvor auf einem Flohmarkt für drei Dollar gekauft. Foto: Sotheby's dpa

Eine weiße Porzellanschale aus der Zeit der chinesischen Song-Dynastie ist für 2,23 Millionen Dollar versteigert worden. Die Besitzer hatten das Stück Jahre zuvor auf einem Flohmarkt für drei Dollar gekauft. Foto: Sotheby's

New YorkEine für drei Dollar auf einem Flohmarkt gekaufte chinesische Schale ist bei einer Auktion in New York für 2,23 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) versteigert worden. Die Porzellanschüssel hat einen Durchmesser von gerade einmal guten zwölf Zentimetern, ist aber ein Jahrtausend alt und stammt aus der Song-Dynastie (960 bis 1279), fast vier Jahrhunderte älter als die Ming-Dynastie.
Ein Ehepaar hatte die Schale 2007 für drei Dollar in der Nachbarschaft gekauft und ins Wohnzimmer gestellt. Jahrelang hatten sie nicht den leisesten Verdacht, dass es sich um einen Schatz handelt. Aus purer Neugier brachten sie die aus fast weißem Porzellan gearbeitete Schüssel zum Schätzen und wurden selbst blass: 200 000 bis 300 000 Dollar sollte sie wert sein. Tatsächlich wurden es dann noch einmal zehnmal so viel - oder das knapp 767 000-Fache des Flohmarktpreises.

Vier Bieter hatten sich am Dienstag (Ortszeit) gegenseitig immer wieder übertroffen, gekauft hat die Schale letztlich der Londoner Kunsthändler Giuseppe Eskenazi. Sie gilt als Musterbeispiel eines Werkes der Song-Dynastie und ist besonders fein aus dünnem Material gearbeitet. Laut Sotheby's ist nur noch eine zweite Schale ähnlicher Art bekannt. Das fast identisch aussehende Stück hatte 1947 der Sammler Henry J. Oppenheim dem British Museum in London geschenkt.

Von

dpa

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