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14.12.2011

09:12 Uhr

Auktionsmarathon

Der Kampf um Liz Taylors Juwelen

VonBarbara Kutscher

Schillernd war ihr Leben, schillernd ist auch ihr Nachlass: 2000 Juwelen und Perlenhalsbänder von Liz Taylor kommen jetzt bei Christie's unter den Hammer. Privatleute und Händler kämpften verbissen um jedes Stück.

Die Juwelenauktion von Liz Taylor war - erwartungsgemäß - sehr erfolgreich. Christies

Die Juwelenauktion von Liz Taylor war - erwartungsgemäß - sehr erfolgreich.

New YorkGlanzvoll ging es gestern Abend bei Christie’s in New York zu. Liz Taylors Schmuck spielte 115,9 Millionen Dollar ein. Die 80 Lose verkauften sich zu 100 Prozent, nach Wert und nach Loszahl. Den höchsten Preis erzielte mit 11,8 Millionen Dollar die berühmte große tropfenförmige Perle „La Peregrina“ (die Pilgerin), die von 1582 bis 1808 im Besitz der spanischen Krone war.

Richard Burton hatte sie 1969 bei Parke-Bernet Galleries in New York zu 37 000 Dollar ersteigert. Die Leinwand-Diva mit dem Faible für Schmuck entwarf höchstpersönlich dazu ein üppiges zweireihiges Perlenhalsband mit Rubinen und Diamanten.

Vier lange, aber spannende Stunden dauerte es, 80 glitzernde Preziosen aus dem Nachlass von Elizabeth Taylor in alle Winde zu zerstreuen. Der Abend des 13. Dezembers war ein erster Höhepunkt in dem zweiwöchigen Auktionsmarathon, der insgesamt 2000 Lose unters Volk bringen soll. Die meisten Juwelen waren Geschenke ihrer sieben Ehemänner oder von Freunden, darunter auch Michael Jackson. Sorgfältig hatte Taylor die Schmuckdosen mit den Namen der Spender beschriftet.

Sämtliche Schmuckstücke vervielfachten ihre niedrigen Taxen um ein Mehrfaches. Christie’s hatte aber auch geschickt nur den Sachwert angegeben, ohne den Starfaktor einzukalkulieren. Der katapultierte die Sammlung spielend über die ebenso legendären Juwelen der Herzogin von Windsor hinaus, die 1987 in Genf das bisherige Spitzenergebnis von 71,7 Millionen Dollar eingebracht hatten.

„Taylor hat von allem das Beste gesammelt, die besten Rubine, Diamanten, Smaragde und Saphire“, sagt Christie’s Abteilungsleiter Rahul Kadakia. Privatleute und Händler kämpften gleichermaßen verbissen um jedes Stück

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