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13.08.2014

16:29 Uhr

100 Millionen Dollar

Ecclestone hat Rekordauflage überwiesen

Formel-1-Chef Ecclestone ist um 100 Millionen Dollar ärmer. Der 83-Jährige überwies seine Geldauflage pünktlich an die Justizkasse in Bayern und die Kinderhospizstiftung – und ist den Strafprozess damit endgültig los.

Eine Rekordauflage von 100 Millionen Dollar: Bernie Ecclestone hat seinen Strafprozess nun endgültig abgeschlossen. dpa

Eine Rekordauflage von 100 Millionen Dollar: Bernie Ecclestone hat seinen Strafprozess nun endgültig abgeschlossen.

MünchenFormel-1-Boss Bernie Ecclestone hat seine Rekord-Geldauflage in Höhe von 100 Millionen Dollar pünktlich erfüllt und seinen Strafprozess damit endgültig abgeschlossen. Auf dem Konto der bayerischen Justizkasse gingen 99 Millionen Dollar von Ecclestone ein, der Rest fließt an die Kinderhospizstiftung.

Damit sei das Verfahren gegen Ecclestone nun endgültig eingestellt worden, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor war das Verfahren – wie in solchen Fällen üblich – nur vorläufig eingestellt worden. Damit stellen die Gerichte sicher, dass das Geld auch tatsächlich überwiesen wird.

Der 83-Jährige hatte seinem Richter Peter Noll aber am vergangenen Dienstag schon im Gerichtssaal versprochen, umgehend zu zahlen. Was der Freistaat Bayern mit dem Geld plant, ist unklar. „Wir brechen nicht in Freudengeheul aus“, hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nur gesagt.

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Eine Verurteilung von Formel 1-Chef Bernhard Ecclestone ist auch nach knapp drei Monaten Prozessdauer noch nicht ausgemacht. Für die Bestechung des Bankers Gerhard Gribkowsky gibt es nicht allzu viele Belege.

Da sich die Höhe der Geldauflage bei der Einstellung eines Strafprozesses nach der Vermögenslage richtet, erreichte sie bei dem schwer reichen Ecclestone die enorme Höhe von umgerechnet fast 75 Millionen Euro. Der Formel-1-Chef musste sich seit Ende April wegen Bestechung eines Amtsträgers und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall vor Gericht verantworten.

Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, dem ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld beim Besitzerwechsel der Rennserie gezahlt zu haben. In dem gut drei Monate dauernden Prozess konnten sich die Vorwürfe aber nicht klar beweisen lassen. Vergangene Woche wurde das Verfahren deshalb wegen geringer Schuld eingestellt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Fred Meisenkaiser

13.08.2014, 20:15 Uhr

Wer Geld hat, kann sich Recht kaufen!

Bananenrepublik eben! Billiger ist es mitunter, sich gleich die Gesetze wunschgemäß verabschieden zu lassen.

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