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06.07.2012

14:56 Uhr

181 Kinder befreit

Chinesische Polizei zerschlägt Kinderhändlerringe

Die chinesische Polizei hat bei mehreren Razzien zwei Kinderhändlerringe zerschlagen und 181 Kinder befreit, 802 Verdächtige seien festgenommen worden. Insgesamt waren mehr als 10.000 Polizisten im Einsatz.

Die chinesische Polizei hat 802 Verdächtige festgenommen. ap

Die chinesische Polizei hat 802 Verdächtige festgenommen.

PekingBei Razzien an mehreren Orten hat die chinesische Polizei zwei Kinderhändlerringe zerschlagen und 181 Kinder befreit. 802 Verdächtige seien festgenommen worden, berichtete das Polizeiministerium am Freitag in Peking. Die geretteten Kinder seien in Heime gebracht worden. Gentests sollen bei der Suche nach den biologischen Eltern helfen. Ansonsten müssen sie in Waisenhäusern bleiben. Die Aktion lief von Montag bis Donnerstag in 15 Provinzen. Mehr als 10.000 Polizisten sollen beteiligt gewesen sein.

Die Ermittlungen liefen bereits seit Dezember, als Polizisten nach einem anonymen Hinweis in der Provinz Henan vier Säuglinge gerettet und vier Kinderhändler aufgegriffen hatten, wie das Ministerium berichtete. Bei den Verhören gewannen die Beamten erste Hinweise auf ein größeres Netz. Die Fahnder wurden auch auf vier Geburtenkliniken im Kreis Xingtai in der Provinz Hebei aufmerksam.

In den Hospitälern hatten Mütter aus armen Familien ihre Babys zur Welt gebracht, die dann über Mitarbeiter und Zwischenhändler an zahlungswillige Paare verkauft wurden, wie die Pekinger Zeitung „Xinjingbao“ meldete. Für die in China traditionell bevorzugten Jungen konnten Preise von 70.000 bis 80.000 Yuan, umgerechnet 8880 bis 10.150 Euro, erzielt werden. Die weniger beliebten Mädchen kosteten 30 000 bis 50 000 Yuan, umgerechnet 3800 bis 6300 Euro.

Die Vermittler in der Klinik erhielten demnach 6000 bis 8000 Yuan für jedes Geschäft. Andere Beteiligte kassierten ebenfalls ab. Die Mütter bekamen am Ende nur zwischen 30.000 und 50.000 Yuan - je nachdem, ob es ein Junge oder ein Mädchen war, wie das Blatt schrieb. Nach Angaben der Polizei sind die Preise seit vergangenem Jahr deutlich gestiegen, ohne dass Gründe genannt wurden.

Kommentare (1)

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Korruptes5tesRevierFFM

06.07.2012, 15:42 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

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