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28.01.2005

14:46 Uhr

"20-Sekunden-Spot menschenverachtend und kriminell"

VW stellt Anzeige wegen gefälschten Werbefilms

Der Volkswagen-Konzern hat Strafanzeige wegen eines im Internet kursierenden gefälschten Werbefilms für den Kleinwagen VW-Polo gestellt.

Szene aus dem gefälschten Werbespot. VW hat Anzeige gegen unbekannt gestellt.

Szene aus dem gefälschten Werbespot. VW hat Anzeige gegen unbekannt gestellt.

HB WOLFSBURG. Der 20-Sekunden-Spot, in dem ein versuchter Selbstmordanschlag eines arabisch aussehenden Mannes gezeigt wird, sei menschenverachtend und kriminell, sagte VW-Sprecher Hartwig von Saß am Freitag. Der Spot stamme nicht vom VW-Konzern oder von einer seiner Agenturen. Das Unternehmen habe Strafanzeige gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gestellt. „Das ist ein Angriff auf den guten Ruf von Volkswagen“, sagte von Saß.

In dem Film steigt ein arabisch aussehender Mann mit Palästinensertuch und einem Bombengurt um die Brust in einen Polo. Kurze Zeit später parkt er vor einem gut besuchten Cafe und zündet seinen Sprengsatz. Die Explosion findet aber nur im Inneren des Wagens statt, Auto und Umgebung bleiben unbeschadet. Im Abspann folgt der offizielle englische VW-Werbeslogan für den Polo: „Small but tough“, was in der deutschen Werbeversion mit „Extrem gut gebaut“ eingespielt wurde.

Wer den Film gedreht hat, konnte der VW-Sprecher nicht sagen. In mehreren Foren im Internet wurde der Spot seit Dienstag diskutiert. Vor rund einem Jahr hatte der US-Autokonzern Ford mit gefälschten Werbespots zu kämpfen. Damals kursierte im Internet ein Film, in dem ein Ford Ka durch das plötzliche Schließen des Schiebedachs eine Katze enthauptete.

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