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28.01.2013

09:40 Uhr

233 Todesopfer

Brandkatastrophe in Brasilien: Ursache war vermutlich Feuerwerk

Die 233 Toten in dem Klub in Brasilien starben an den giftigen Dämpfen oder wurden totgetrampelt. Ein Feuerwerk auf der Bühne soll das Feuer entfacht haben. Die Feiern zum heutigen WM-Countdown wurden abgesagt.

Drama in Brasilien

Amateuraufnahmen zeigen Brandkatastrophe

Drama in Brasilien: Amateuraufnahmen zeigen Brandkatastrophe

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Santa Maria/BrasiliaDie Ursache für die Brandkatastrophe in einem brasilianischen Nachtklub ist vermutlich ein Feuerwerk auf der Bühne gewesen. Die Behörden in Santa Maria gingen davon aus, dass die Pyrotechnik ein Feuer an der Decke des Klubs entfacht habe, das sich dann rasch ausgebreitet habe, hieß es. Mitglieder der Band hätten bestätigt, dass sie ein Feuerwerk benutzt hätten. Offenbar hatten Funken das leicht brennbare Dämmmaterial der Dachkonstruktion entzündet.

In den Flammen starben in der Nacht zum Sonntag 233 überwiegend junge Menschen, die meisten durch giftige Dämpfe. Nach Ausbruch des Feuers kam es zu einer Panik, als Hunderte Nachtklubbesucher versuchten, ins Freie zu gelangen.

Laut Medienberichten hatten die Sicherheitsleute den nach draußen drängenden Menschen zuerst nicht die Türen geöffnet, weil sie glaubten, es handele sich um eine Schlägerei und die Betreffenden versuchten den Klub zu verlassen, ohne ihre Getränke zu bezahlen. Als die Ordner schließlich die Türen geöffnet hatten, hatten die Massen schon so heftig aus dem Inneren des Klubs gedrängt, dass zahleiche Menschen totgetrampelt wurden.

Tod beim Feiern

Silvester 2012

Wo viele Menschen zum Feiern zusammenkommen, wächst die Gefahr schwerer Unfälle. Besonders verheerend sind Brände in überfüllten Diskotheken und Nachtclubs.

Bei einer Massenpanik während Neujahrsfeiern in Abidjan in der Elfenbeinküste sterben 62 Menschen. In der angolanischen Hauptstadt Luanda kommen 16 Menschen ums Leben, als Tausende in das mit mehr als 70.000 Menschen überfüllte Stadion zu einer religiösen Andacht strömten. Viele werden verletzt.

Juli 2010

Eine Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg kostet 21 Menschen das Leben. Menschen versuchen, eine Mauer und eine Treppe hinaufzuklettern, um dem Gedränge zwischen zwei Tunneln zu entgehen. Als einige von ihnen aus mehreren Metern Höhe in die Menschenmasse stürzen, bricht Panik aus.

November 2010

In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh sterben bei einer Massenpanik während des Wasserfestes 375 Menschen. Sie werden auf einer überfüllten Brücke zu Tode getrampelt oder ersticken.

Januar 2009

Bei einem Brand während einer Silvesterfeier in einem Nachtclub in Bangkok finden 67 Menschen den Tod. Der Brand wurde vermutlich von einem Feuerwerk ausgelöst.

September 2008

Bei einem Feuer in einem südchinesischen Tanzclub in Shenzhen kommen mindestens 43 Besucher ums Leben. Feuerwerkskörper verursachten die Katastrophe.

Dezember 2004

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires kommen bei einem Großbrand in einem Tanz- und Konzertlokal 194 Menschen ums Leben. Das Feuer bricht aus, als Besucher eines Rockkonzerts Bengalisches Feuer abbrennen und die Deckendekoration Feuer fängt.

Feuerwehrleute berichteten, sie hätten Probleme gehabt, ins Innere des Clubs „Kiss" zu gelangen, weil vor dem Eingang Dutzende Tote gelegen hätten. Fernsehbilder aus Santa Maria im Süden des Landes zeigten dichten schwarzen Rauch, der über dem Nachtklub hing, und junge Männer, die an der Seite von Feuerwehrleuten mit Äxten und Vorschlaghämmern versuchten, die Mauern des Gebäudes einzuschlagen, um dort Eingeschlossene zu befreien.

Andere brachten Verletzte vom Unglücksort weg. „Da war so viel Rauch und Feuer, es herrschte totale Panik und die Leute brauchten lange, um rauszukommen", sagte die Überlebende Luana Santos Silva im Fernsehsender Globo TV. „Es gab so viele Tote.“

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