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23.12.2011

12:50 Uhr

30.000 Frauen betroffen

Frankreich empfiehlt Entfernung von fragwürdigen Brustimplantaten

Das französische Gesundheitsministerium empfiehlt Frauen die präventive Entfernung von Silikoneinlagen des Herstellers PIP. Aus diesen kann Silikongel austreten, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Arbeiter des Unternehmens PIP (Poly ImplantProthese) stehen im April 2010 vor einer großen Anzahl von ausrangierten Brust-Implantaten aus Silikon. dpa

Arbeiter des Unternehmens PIP (Poly ImplantProthese) stehen im April 2010 vor einer großen Anzahl von ausrangierten Brust-Implantaten aus Silikon.

ParisDas französische Gesundheitsministerium hat 30.000 Frauen eine vorsorgliche Entfernung von Billig-Brustimplantaten empfohlen - auch wenn die Regierung keine Gefahr eines erhöhten Krebsrisikos sieht. Gesundheitsminister Xavier Bertrand riet betroffenen Frauen am Freitag zur OP. Die Empfehlung sei „rein vorsorglich und ohne Dringlichkeit“, hieß es in einer Mitteilung auf der Website des Ministeriums. Eine solch staatlich initiierte Rückruf-Aktion ist im Bereich der Schönheitschirurgie beispiellos.

Betroffen sind Frauen, die sich minderwertige Einlagen des 2010 in Konkurs gegangenen Herstellers Poly Implant Prothèse PIP aus Südfrankreich zur Brustvergrößerung einsetzen ließen. Angeblich war das verwendete Silikon eigentlich zur Herstellung von Matratzen vorgesehen. In Deutschland sind die PIP-Produkte nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seit April 2010 verboten. Ärzte wurden aufgefordert sich zu melden, sollten sie diese Implantate verwendet haben. Frauen erhalten in der Regel nach dem Einsetzen eines Silikonkissens ein Zertifikat mit dem Namen des Herstellers.

Bei seiner Empfehlung ließ sich das Gesundheitsministerium in Paris von Experten des nationalen Krebsinstituts beraten, die allerdings keine erhöhte Krebsgefahr durch die Billig-Implantate feststellten. Sorge haben in Frankreich acht Fälle von Tumorerkrankungen bei Frauen ausgelöst, deren Implantate gerissen waren und sich im Körper verbreiteten.

Mehr als 2000 Frauen haben seit März 2010 in Frankreich wegen der defekten Implantate vor Gericht geklagt. Bei einigen Frauen lösten undichte Prothesen Entzündungen im Körper aus. Etwa 500 Frauen haben sich bereits auf Raten ihrer Ärzte freiwillig ihre Silikon-Einlagen wieder herausoperieren lassen. Sie waren durch die Berichte verunsichert und wollten keine „Zeitbomben im Körper“ haben. Auch das Ministerium riet nun zur OP, selbst wenn die Silikonkissen noch keine Defekte oder Risse zeigen sollten.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

24.12.2011, 18:47 Uhr

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Anleihen von solchen Blendern kaufen, die sich noch durch ihr Blendwerk an den Rand ihres Lebens bringen?
Wie im Großen so auch im Kleinen.

Welcher Idiot traut solchen Idioten sein Geld an ?
.

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