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08.04.2011

02:40 Uhr

30 Verletzte

Neues Erdbeben schockt Japan

Knapp vier Wochen nach dem schweren Erdbeben in Japan ist das Katastrophengebiet erneut von heftigen Erdstößen erschüttert worden. Das Beben hatte eine Stärke von 7,4, eine Tsunami-Warnung wurde später aufgehoben.

Angst im Gesicht: Eine japanische Frau nach dem Erdbeben. Quelle: dapd

Angst im Gesicht: Eine japanische Frau nach dem Erdbeben.

TokioNach ersten Angaben der Polizei zufolge wurden sieben Menschen verletzt, am Freitag morgen (Ortszeit) melden japanische Medien mindestens 30 Verletzte. Noch in der mehr als 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio kamen Gebäude ins Wanken. Für die Nordostküste Japans wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, bereits eine Stunde später aber wieder aufgehoben. Dieselbe Region war am 11. März von einem Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert und von einer Riesenwelle verwüstet worden. Das dabei havarierte Atomkraftwerk Fukushima kam am Donnerstag laut Betreiber Tepco davon: Es seien keine Auswirkungen festgestellt worden. In weiten Teilen Nord-Japans fiel der Strom aus.

Die Erde bebte kurz vor Mitternacht Ortszeit. Es handelte sich den japanischen Behörden zufolge um das bisher schwerste Nachbeben nach den verheerenden Erdstößen vom März. Damals waren rund 28.000 Menschen getötet worden oder werden noch immer vermisst. Am Donnerstag blieb die gefürchtete Flutwelle zunächst aus. Ein Reuters-Fotograf berichtete aus Oshu, nahe des Epizentrums des jüngsten Bebens, von weitreichenden Stromausfällen. Auch in seinem Hotel gebe es keine Elektrizität, und ein Wasserrohr sei geborsten. „Alles fiel runter. Mein Zimmer ist ein einziges Chaos.“

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Der Fukushima-Betreiber Tokyo Electron Power (Tepco) teilte mit, an dem schwerbeschädigten Atomkraftwerk seien keine Auswirkungen der neuen Erdstöße festgestellt worden. Seit Wochen ringen Techniker darum, die Anlage wieder unter Kontrolle zu bringen. Diese Arbeiter seien nach dem Beben am Donnerstag in Sicherheit gebracht worden, so Tepco.

Die japanische Atomaufsicht teilte unterdessen mit, an weiteren nach dem März-Beben abgeschalteten Atomkraftwerken habe es am Donnerstag keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben. Sorgen hatte vor allem das AKW Onagawa des Betreibers Tohoku Electric bereitet. Hier konnten die Kühlung der Brennstäbe nur mit einer externen Stromquelle betrieben werden.

Die neuen Erdstöße in Japan sorgten auch an den internationalen Märkten für Unruhe. Der Ölpreis sank, weil eine weiter nachlassende Nachfrage aus Japan befürchtet wurde. Auch die US-Börsen gaben nach.

Kommentare (6)

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Torsten_Steinberg

07.04.2011, 18:27 Uhr

Dieses Nachbeben konnte glücklicherweise heruntergestuft werden, und auch die Tsunamiwarnung wurde soeben aufgehoben. Aber auch in Mexico hat es jetzt ein schwächeres Erdbeben gegeben, über das noch keine Einzelheiten bezüglich eventueller Opfer und Schäden bekannt geworden sind.
Ich frage mich nur, wann man in Kalifornien und anderen ähnlich gefährdeten Gegenden die Atomreaktoren herunterfahren wird. Oder will man etwas abwarten und hoffen, dass das nächste Beben vielleicht doch erst nach deren Laufzeitende kommt? Hoffentlich nicht. Eine Katastrophe mit deutlicherer Vorankündigung, wird man im schlimmsten Fall dann eingestehen müssen, hat es in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben.

Paul

07.04.2011, 19:10 Uhr

Es wird in naher Zukunft noch mehr Beben geben.
Das Beben in Japan war unter anderen künstlich erzeugt.
Das große Beben nächsten Monat an der New Madrid Fault wird auch künstlich ausgelöst....

Account gelöscht!

07.04.2011, 20:00 Uhr

@Paul
Kriegswaffe: Wetter und Erdbeben. Dazu hatte schon n-tv berichtet.
http://www.youtube.com/watch?v=aM3nLBIg5BE

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