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22.03.2014

17:08 Uhr

34 Todesopfer

Ebola-Ausbruch im westafrikanischen Guinea

Die Behörden vor Ort konnten die Krankheit zunächst nicht identifizieren, nun ist es bestätigt: Im westafrikanischen Guinea ist das hochansteckende Ebola-Virus ausgebrochen. 34 Menschen sind bereits gestorben.

Ebola-Proben: Die Krankheit verläuft in vielen Fällen tödlich. Reuters

Ebola-Proben: Die Krankheit verläuft in vielen Fällen tödlich.

ConakryIm westafrikanischen Guinea gibt es einen Ausbruch mit dem hochansteckenden Ebola-Virus. Französische Experten hätten den Erreger als Ursache für eine Erkrankungswelle mit bisher 34 Toten im Süden des Landes bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium in Conakry am Samstag mit. Die ersten Fälle waren vor sechs Wochen aufgetreten. Die Betroffenen litten an Durchfall, Erbrechen und Blutungen.

Experten in Guinea konnten zunächst die genaue Krankheit nicht identifizieren. Die Behörden schickten deshalb Proben an Spezialisten im französischen Lyon. Die ersten Ergebnisse von dort seien am Freitag eingetroffen und belegten „Ebola als Ursache des Ausbruchs“, sagte Sakoba Keita, der im guineischen Gesundheitsministerium für Krankheitsprävention zuständig ist, der Nachrichtenagentur AFP. Bisher gebe es „49 Fälle mit 34 Toten“. Betroffen seien vier Verwaltungsbezirke in Guinea.

Das Ebola-Virus tritt bislang nur in Afrika auf. Es wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig vom Erregerstrang. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus.

Benannt wurde es nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1300 Toten.

Von

afp

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