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16.07.2015

14:27 Uhr

38 Grad im Südwesten

Es wird wieder heiß in Deutschland

Brütende Hitze – und kein Landregen in Sicht. In den Flüssen im Süden sinken die Pegel, die Waldbrandgefahr steigt. Gewittergüsse am Wochenende helfen nicht. Am Montag kommt schon wieder neue Hitze.

Nach schweren Gewittern am Samstag kommt der Sommer zurück – mit Höchsttemperaturen im Gepack. dpa

Heißer Sonntag

Nach schweren Gewittern am Samstag kommt der Sommer zurück – mit Höchsttemperaturen im Gepack.

OffenbachHeißluft aus Süden treibt die Temperaturen in Deutschland wieder hoch. „Der Hitzehöhepunkt wird für den Freitag erwartet. Danach bringen teils schwere Gewitter von Norden her wieder eine leichte Abkühlung – aber nur vorübergehend“, sagte Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Für den Süden und große Teile des Ostens galt am Donnerstag eine Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes. Spätestens am Freitag bekommt auch der Rest des Landes die Hitze zu spüren.

Über dem Ostatlantik entwickelt sich nämlich ein ungewöhnlich starkes Tief namens „Xaver“. An seiner Ostseite strömt heiße Luft aus Süden bis weit in den Norden. Im Südwesten kann es die Temperaturen am Freitag bis auf 38 Grad treiben. Am Nachmittag und Abend beenden besonders im Süden und Osten einzelne, aber teils kräftige Gewitter die ganz große Hitze. „Dabei besteht vor allem aufgrund von Starkregen und großem Hagel Unwetterpotenzial“, sagte Leyser. Am Samstag breiten sich die Gewitter über ganz Deutschland aus.

Am Sonntag beruhigt sich das Wetter, die schwüle Gewitterluft zieht ab, und es ist meist angenehm sommerlich bei bis zu 31 Grad. In der neuen Woche kommt die Hitze nach Prognosen der Wettermodelle zurück. Landregen, den sich Bauern und Gärtner dringend wünschen, ist nicht in Sicht, und schwere Gewittergüsse bringen den ausgetrockneten Böden nichts. Das meiste Wasser fließt rasch ab oder verdunstet.

Unter Hitze und Trockenheit leiden vor allem die Regionen südlich des Mains. Für Baden-Württemberg galt am Donnerstag die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe, stellenweise die höchste Stufe. Auch für Freitag und Samstag war keine Entspannung in Sicht. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände appellierte an Spaziergänger und Wanderer, im Wald kein offenes Feuer zu machen und das Rauchverbot zu beachten. Wer im Freien grillen wolle, solle 100 Meter Abstand zum Waldrand halten.

Wegen des ausbleibenden Regens sind die Wasserstände in vielen Flüssen gesunken. Die baden-württembergische Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) in Karlsruhe verzeichnete sehr niedrige Pegel an den Zuflüssen von Neckar, Rhein und Donau. Dort gehe Fischen und anderen Wasserbewohnern der Lebensraum aus, sagte Ute Badde von der HVZ. Größere Gewässer seien noch nicht betroffen. Nur eine Frage der Zeit, erläuterte die Expertin: „Alles wartet auf Regen.“

Von

dpa

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