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18.05.2015

15:53 Uhr

72-Jähriger vor Gericht

Millionenschwerer Anlagebetrug mit Teak und Kautschuk

Kapitalanlagebetrug in Millionenhöhe: So lautet der Vorwurf gegen einen 72-Jährigen. Aus einer fiktiven Plantage versprach er Investoren satte Gewinne aus Teakholz und Kautschuk. Das Geld tauchte nicht wieder auf.

Teakholz: Für einen 72-Jährigen wurde das Luxusholz zum Verhängnis. Reuters

Das Objekt der Begierde

Teakholz: Für einen 72-Jährigen wurde das Luxusholz zum Verhängnis.

FrankfurtWegen Kapitalanlagebetrugs in Millionenhöhe muss sich ein 72-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Als Geschäftsführer einer Firma soll er laut Anklage lukrative Gewinne bei der Geldanlage in Teakholz- und Kautschukplantagen in Costa Rica versprochen haben. Später habe der heute 72-Jährige jedoch nur einen kleinen Teil des Geldes in die Plantagen gesteckt.

764 Opfer sollen auf diese Weise rund 19 Millionen Euro verloren haben. Allein in einem Fall verlor ein Geldanleger mehr als 200.000 Euro. Beim Prozessauftakt am Montag ging es vor allem um den Gesundheitszustand des Angeklagten. Aufgrund mehrerer Krankheiten halten seine die Verteidiger für verhandlungsunfähig. Der Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Die Laufzeit für die Geldanlage in Costa Rica hatte zwanzig Jahre betragen. Nach dieser Zeit seien die finanzierten Teakholz-Setzlinge erntereif. Bei dem Kautschuk-Geschäft gehe es freilich schneller, bis der Saft aus dem Bäumen gewonnen und lukrativ vermarktet werden könne, hieß es in Werbeprospekten. Vor mehr als einem Jahr stellten sich die Aktivitäten des Unternehmens jedoch als Schwindel heraus und der Geschäftsführer wurde festgenommen.

Von

dpa

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