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01.04.2011

17:16 Uhr

A10 Thunderbolt

US-Kampfjet stürzt in der Eifel ab

In der Vulkaneifel bei Laufeld ist am Freitag ein auch unter dem Namen „Warzenschwein“ bekannter amerikanischer Kampfjet vom Typ A10 Thunderbolt abgestürzt. Er schlug offenbar nur wenige hundert Meter von der Ortschaft entfernt auf ein Deld auf. Der Unglücksort liegt zudem nahe der Autobahn 1. Die Ursachen für den Unfall liegen noch im Unklaren.

Ein Flugzeug der US-Luftwaffe des Typs A-10 „Thunderbolt“, ein so genannter „Panzerknacker“, aufgenommen während eines Übungsfluges über dem Gebiet der USA. Quelle: dapd

Ein Flugzeug der US-Luftwaffe des Typs A-10 „Thunderbolt“, ein so genannter „Panzerknacker“, aufgenommen während eines Übungsfluges über dem Gebiet der USA.

LaufeldDer Pilot konnte sich mit einem Schleudersitz aus der Maschine retten, wie ein Sprecher der Polizei Trier auf Anfrage mitteilte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Laut einem Sprecher der Bundeswehr-Luftwaffe handelt es sich bei dem amerikanischen Flugzeug um das Modell A10, das unter dem Namen „Warzenschwein“" bekannt geworden ist. Im Einsatz sind Feuerwehren, Polizei und ein Rettungshubschrauber.

Der Triersche Volksfreund berichtet auf seiner Webseite unter Berufung auf Bewohner aus Laufeld, dass es vor dem Absturz einen lauten Knall gegeben habe. Das auf Bodenangriffe spezialisierte Flugzeug sei zuvor offenbar sehr tief über die Häuser von Laufeld hinweggeflogen und anschließend auf einem Feld in der Nähe des Industriegebiets eingeschlagen. der Volksfreund zitiert einen Augenzeugen, das Kampfflugzeug liege komplett zerstört auf einem Acker, nur ein paar 100 Meter von den ersten Häusern entfernt.

Nach ersten Angaben vom Unglücksort habe die Maschine 1100 bis 1500 Schuss scharfe Munition an Bord gehabt, berichtet der Volksfreund weiter. Auch Raketen sollen an Bord gewesen sein. Ein Sprecher der Polizei in Trier sagte dagegen, der Jet sei nicht mit Raketen bestückt gewesen. Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf abgestürzt sei. "Wir sind wohl knapp einer Katastrophe entgangen", sagte Junk der Nachrichtenagentur dapd. Die Maschine ist seinen Informationen zufolge an Nachmittag gelöscht worden. Das weiter Vorgehen müsse nun mit den Rettungskräften und der Bundeswehr koordiniert werden, fügte er hinzu.

Vor einigen Tagen hatte US-Vizeadmiral William Gortney bestätigt, dass Flugzeuge des Typs A10 auch in Libyen eingesetzt wird. Dieser Flugzeugtyp ist auch auf der US Air Base Spangdahlem im Eifelkreis Bitburg-Prüm stationiert. Sechs der „Warzenschweine“ aus Spangdahlem sollen nach Informationen des Volksfreunds an der Nato-Operation „Odyssey Dawn“ in Nordafrika im Einsatz sein. Ob der Absturz mit dieser Mission in Zusammenhang steht, sei noch offen.



Kommentare (5)

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Realo

01.04.2011, 21:26 Uhr

Und gott-sei-dank gibt es dort kein AKW!

Account gelöscht!

01.04.2011, 21:41 Uhr

Das ist die erste Handelsblatt Ausgabe seit zwei Wochen, in der kein einziger Bericht zu Japan steht.

joboecker

02.04.2011, 12:25 Uhr

wie beruhigend, dass kein Atomkraftwerk in der Nähe war.

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