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08.01.2015

12:55 Uhr

Abgestürztes Flugzeug

AirAsia-Heck soll mit Luftkissen gehoben werden

Das Heck der abgestürzten Maschine ist gefunden. Es muss jetzt aus 30 Metern Tiefe geborgen werden. Mysteriös ist der Verbleib der Flugschreiber. Sind sie womöglich im Schlamm versunken?

AirAsia-Absturz

Heck der abgestürtzten AirAsia-Maschine gefunden

AirAsia-Absturz: Heck der abgestürtzten AirAsia-Maschine gefunden

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JakartaTaucher haben am Donnerstag das Heck der in Indonesien abgestürzten AirAsia-Maschine in Augenschein genommen. Es liegt in etwa 30 Metern Wassertiefe vor der Küste Borneos. Die Spezialisten wollten prüfen, ob das Wrackteil mit Hilfe von Luftkissen an die Wasseroberfläche gebracht werden kann, wie das indonesische Militär berichtete. „Ich leite den Einsatz zur Bergung des Hecks“, sagte Armeechef General Moeldoko in Jakarta.

Auf Unterwasseraufnahmen war zu sehen, dass das Heck mit dem Dach nach unten liegt und teilweise im Schlamm eingesunken ist. Auf den Bildern war eindeutig die Registriernummer der Maschine, PK-AXC, zu erkennen. Die Maschine war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord zwischen Sumatra und Borneo in die Javasee gestürzt. Die Unglücksursache ist noch völlig unklar.

Deshalb hat das Auffinden der Flugschreiber höchste Priorität. Sie zeichnen Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf. Die Ermittler erhoffen sich aus der Auswertung Aufschluss über die Unglücksursache. Die Geräte sind leuchtend orange angemalt. Sie könnten aber in den Schlamm am Meeresgrund gesunken sein.

Schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt

Schwarzes Jahr

Bei Luftfahrtkatastrophen waren in diesem Jahr zuvor bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Damit starben allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013. Laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln war 2013 aber auch ein besonders sicheres Jahr: Bei 17 Unfällen starben insgesamt 224 Menschen. Zwischen 2003 und 2012 starben bei Flugzeugunglücken demnach im Schnitt jährlich 703.

Quelle: AFP

8. März

Die schwarze Serie beginnt am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

17. Juli

Rund vier Monate später trifft es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzt über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

23. Juli

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kommen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzt. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück.

24. Juli

Nur einen Tag später verschwindet eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück. Paris vermutet schlechtes Wetter als Unglücksursache.

28. Dezember

Acht Monate nach dem Verschwinden von Flug MH370 bricht erneut jeder Kontakt zu einem malaysischen Passagierflugzeug ab. Ein Flugzeug der Air Asia mit 162 Menschen an Bord verschwand auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Zuvor hatte der Pilot des Airbus A320-200 die indonesische Luftverkehrskontrolle wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute gebeten. Wenige Tage später werden Leichen und Trümmerteile entdeckt.

Die Geräte senden eigentlich 30 Tage lang ein Ultraschallsignal aus, damit sie besser zu orten sind. In der Region vor der Küste Borneos sind Marineschiffe aus mehreren Ländern mit Ortungsgeräten im Einsatz. Spezialisten gelang es bis Donnerstag aber nicht, Signale aufzufangen.

Von

dpa

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